Bericht von der Beiratssitzung 2010
Die Mitgliederentwicklung im Gesamtverband war eines der zentralen Themen der diesjährigen Beiratssitzung am 24. April 2010. Dieses Mal hatte der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in die Weltkultur- und Hansestadt Stralsund eingeladen.

- Mitglieder des DVMB Beirats
Einmal im Jahr berät der Beirat, als Organ der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V., über alle Angelegenheiten der DVMB, die von grundsätzlicher Bedeutung sind. In seiner Begrüßung stellte unser Bundesvorsitzende Franz Gadenz die frisch gewählten neuen Landesvorsitzenden aus Nordrhein-Westfalen, Karl Pappenheim, und Rheinland-Pfalz, Jürgen Seibold, der Versammlung vor. Ebenso wie die jeweils weiteren zwei Vertreter aus den DVMB-Landesverbänden wollten sie sich auf der diesjährigen Beiratssitzung über den aktuellen Stand der Verbandsarbeit informieren.
Mit einer erfreulichen Nachricht konnte Franz Gadenz gleich zu Anfang die Versammlung überraschen. Demnächst wird es für die DVMB wieder einen Schirmherrn geben. Nach jahrelangen Bemühungen ist es nun gelungen, eine prominente Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben zu gewinnen, die bereit ist, sich für die Ziele der DVMB zu engagieren. Zur Person sei so viel verraten, dass es sich um eine attraktive Frau mit hoher sozialer Kompetenz handelt. Erst nach einem persönlichen Gespräch mit der Schirmherrin wird der Bundesverband ihren Namen öffentlich bekannt geben. Bereits jetzt freute sich die Versammlung auf eine interessante Zusammenarbeit.
Weiterhin berichtete er über den aktuellen Stand der Umsetzung unseres Strukturpapieres „DVMB 2020“. Bei der Umsetzung der verabredeten Ziele hat derzeit der Bundesverband einen deutlichen „Vorlauf“ zu den Landesverbänden. Gleichzeitig sind einige Aufgaben noch in gemeinsamen Arbeitskreisen in der Bearbeitung. Über den aktuellen Stand der Bereiche Gruppensprecherausbildung und Internet informierten die Arbeitskreisleiter. Erstmalig berichtete der Stiftungsbeirat der DVMB-Stiftung der Versammlung. Hans-Dieter Wiegers als Vorsitzender des Stiftungsbeirates informierte über die Arbeit der noch sehr jungen Stiftung, die zukünftig verstärkt mit Flyern und Anzeigen auf sich aufmerksam machen wird.
Der bundesweite Mitgliederrückgang beschäftigt ebenso den Bundesverband wie auch die Landesverbände und die Gruppen. Daher war auf dieser Veranstaltung ein wesentliches Augenmerk der Mitgliederentwicklung gewidmet. Einstimmig beschloss der Beirat, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen, um eine Verbesserung dieser Situation zu erreichen. Als eine von vielen Maßnahmen beschloss der Beirat, die Gewinnung neuer Mitglieder in den Wettbewerb zu stellen. Auf diejenigen Gruppen, die in einem Jahr prozentual den höchsten Mitgliederzuwachs erzielen, warten attraktive Preise. Auch der beste Landesverband erhält einen Preis. In Anspielung auf das 30-jährige Bestehen des Bundesverbandes in diesem Jahr wird die Aktion unter das Motto: „30-Jährige sucht Gleichgesinnte“ gestellt. Details und der genaue Starttermin gehen mit dem nächsten Gruppensprecherrundschreiben an die Gruppen.
Eine der weltweit größten Befragungen unter Morbus Bechterew Patienten, an der 4818 DVMB-Mitglieder (3202 Männer und 1616 Frauen) teilnahmen, ist ausgewertet. Die im Rahmen einer Doktorarbeit von Frau Anita Zeller über die medikamentöse Therapie von Morbus-Bechterew-Patienten, mit Prof. Dr. Herbert Kellner als Doktorvater, ermittelten Daten, stellte der Betreuer dieser Arbeit Ludwig Hammel erste interessante Ergebnisse vor. Einen umfangreichen, für Patienten verständlichen Bericht mit vielen überraschenden und bemerkenswerten Erkenntnissen werden alle DVMB-Mitglieder im MBJ 122 nachlesen können.
Seinen originären Aufgaben kam der Beirat auch nach. Neun interessante Bewerbungen für den diesjährigen Innovationspreis waren zu bewerten, um den preiswürdigsten Beitrag zu finden. Weiterhin beschloss der Beirat, 4 verdienten Funktionsträgern für ihre langjährige Arbeit die goldene Verdienstmedaille zuzuerkennen, die im Rahmen der Bundesdelegiertenversammlung im Juni in Köln verliehen werden.
Mit dem diesjährigen Tagungsort Stralsund wurde eine alte Tradition wiederbelebt. Früher war es üblich, die Beiratssitzung in jeweils wechselnden Bundesländern auszurichten. Organisatorische Überlegungen ließen in den vergangenen Jahren den Austragungsort immer in der gleichen Stadt stattfinden. Die für viele Teilnehmer weite Anreise wurde durch die überaus gute Betreuung um die Veranstaltung wettgemacht. Hier war der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ein hervorragender Gastgeber. Besonders sei hier Gerold Ahrens genannt. Er schien allen Teilnehmern fast jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Für die tollen Tage die wir in der Hansestadt Stralsund verbringen durften, sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Nächstes Jahr sehen wir uns in Tabarz/Thüringen.

