Die Erkrankung Morbus Bechterew

Die Erkrankung

Die Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) ist eine schmerzhafte, chronisch verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung, die sich vor allem an der Wirbelsäule auswirkt. Entzündungen der Wirbelgelenke, der Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen sowie zwischen Kreuz- und Darmbein können (müssen aber nicht) zur Verknöcherung der Gelenkumgebung und zur knöchernen Überbrückung der Gelenke führen. Die Folge kann eine teilweise, im Endstadium auch vollständige Versteifung sein, oft in mehr oder weniger nach vorn gebeugter Haltung (Kyphose), und außerdem eine Brustkorbstarre, die das Atemvolumen einschränkt.
Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Sie verläuft in Schüben und individuell unterschiedlich. Phasen hoher Krankheitsaktivität mit erheblichen Schmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal auch Fieber wechseln mit solchen relativen Wohlbefindens.
Gelenke außerhalb der Körperachse, Sehnenansätze (z.B. der Achillessehne), Augen (Regenbogenhautentzündung) und innere Organe können mitbetroffen sein.

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Behandlung

Die Bechterewsche Erkrankung ist bis heute mit gängigen Therapieverfahren nicht heilbar. Die Behandlung muss also mehr oder weniger das ganze Leben lang fortgeführt werden. Insbesondere muss lebenslang auf eine aufrechte Haltung und genügend Bewegung geachtet werden.

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Neurokognitive Therapie

Seit 1991 behandelt Dr. phil. Eckehard Wüst in München, der die Neurokognitive Therapie (NKT) erfand, Patienten mit Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) oder anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen mit erstaunlichem Erfolg. Schon zwei Jahre nach der Behandlung der ersten Morbus-Bechterew-Patienten mit dieser Methode berichteten die Rheumatologen Dr. Andreas Pilger und Dr. Edmund Edelmann über die erstaunlichen Erfolge der NKT.

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Messverfahren zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs

Wenn ein Morbus-Bechterew-Patient seinen Rheumatologen aufsucht, wird der Arzt ihn fragen, wie es ihm in letzter Zeit erging, wie stark die Schmerzen waren und inwieweit die Krankheit seinen Alltag beeinträchtigte. Ab und zu wird er auch Messungen vornehmen, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie stark die Krankheit die Beweglichkeit des Patienten einschränkt. Zu diesen Messungen gehört im Allgemeinen das Schober-Zeichen als Maß für die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule, der Finger-Boden-Abstand bei maximaler Rumpfbeugung, der Kopf-Wand-Abstand, wenn der Patient mit dem Rücken an der Wand steht, die Atembreite (Differenz des Brustumfangs zwischen maximaler Ein- und Ausatmung) und der Winkel, um den sich der Kopf gegenüber den Schultern noch drehen lässt. In den 1990er Jahren veröffentlichten Ärzte der Rheumaklinik im englischen Bath eine Reihe von Fragebögen, die sich inzwischen als eine Art Norm etabliert haben. Es handelt sich um

Die Fragebögen werden von Patienten ausgefüllt. Es handelt sich also um subjektive Maße für die Einschätzung der Krankheitsschwere durch den Patienten.
Außerdem schlugen die englischen Forscher zwei Protokolle zur Quantifizierung ärztlicher Befunde vor,

Der modifizierte Stoke Ankylosing Spondylitis Spinal Score (mSASSS) und weitere Maße für die im Röntgenbild sichtbare knöcherne Wirbelsäulenversteifung

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Eigenes Verhalten

Auch Ihr Verhalten im Alltag beeinflusst ganz entscheidend den Verlauf der Krankheit. Dazu gehört vor allem die sorgfältige Beachtung Ihrer Haltung und das Training Ihrer Kondition. Auch sollten Sie sich seelisch in einer guten Stimmung halten: Fröhliche Menschen halten sich aufrechter!

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Ein Faltbaltt mit den Empfehlungen zum eigenen Verhalten und zur Anpassung der Wohn- und Arbeitsumgebung von Morbus-Bechterew-Patienten finden Sie hier.
Die Empfehlungen sollen Ihnen helfen, die Angst vor der Krankheit abzubauen und den Krankheitsverlauf durch Ihr Verhalten und Anpassung ihrer Wohn- und Arbeitsumgebung günstig zu beeinflussen.

Seminar Basiswissen

Gehören Sie auch zu den Patienten, die erst vor kurzem mit der Diagnose Morbus Bechterew konfrontiert wurden? Unser Wochenendseminar "Morbus Bechterew - Basiswissen" richtet sich speziell an Patienten, deren Diagnosestellung nicht länger als drei Jahre zurückliegt.

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Literatur-Hinweise

Neben der DVMB-Schriftenreihe sind auch eine ganze Reihe ausgewählter Bücher und Broschüren für Morbus-Bechterew-Patienten aus anderen Verlagen bei den Angeboten der DVMB näher beschrieben. Diese Literatur können Sie mit dem Literatur-Bestellzettel bei der DVMB-Geschäftsstelle bestellen.

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