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Datum der Meldung: 06.12.09

Können NSAR das Fortschreiten der knöchernen Versteifung verlangsamen?

Aufruf zur Teilnahme an einer bundesweiten Studie

Bei der ankylosierenden Spondylitis (AS, auch Morbus Bechterew genannt) gibt es bislang keine Medikamente zur Verhinderung der knöchernen Einsteifung der Wirbelsäule. Auch die neuen TNF-Blocker verändern nach neuesten Untersuchungen die Verknöcherungstendenz nicht. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) hingegen wirken nicht nur gut bis sehr gut auf den Rückenschmerz, sondern hemmen möglicherweise auch die Verknöcherung an der Wirbelsäule, so das Ergebnis einer Studie (MBJNr. 104 S. 17-20).

Im Rahmen der Therapiestudie ENRADAS (Effects of NSAIDs on RAdiographie Damage in AS) soll bundesweit an 360 Patienten in 40 rheumatologischen Praxen und Kliniken geprüft werden, ob eine kontinuierliche Therapie mit NSAR über 2 Jahre im Vergleich zur Therapie mit NSAR nach Bedarf tatsächlich die knöcherne Versteifung der Wirbelsäule aufhalten oder zumindest verlangsamen kann. Dafür werden Patienten gesucht, die einerseits aufgrund bestehender Schmerzen die NSAR-Therapie benötigen, andererseits aufgrund bereits vorhandener Röntgenveränderungen an der Wirbelsäule ein höheres Risiko für weitere Knochenneubildung an der Wirbelsäule haben.

Das in der Studie eingenommenen NSAR kann irgendein NSAR sein. Ein vorsorglicher Magenschutz (Pantozol) wird zur Verfügung gestellt. Ist ein Patient bereits auf ein NSAR eingestellt, kann er dieses im Rahmen der Studie weitemehmen. In der Studie gibt es 2 Gruppen: In der einen wird das NSAR täglich eingenommen, in der anderen nur bei Bedarf. Welcher Gruppe ein Patient zugewiesen wird, entscheidet ein Zufallsgenerator. Die knöcherne Versteifung der Wirbelsäule wird anhand von Röntgenbildern zu Beginn und nach 2 Jahren (Ende der Studie) gemessen.

Für diese sehr wichtige Studie suchen wir noch Patienten. Wenn Sie bereit sind, an der Studie teilzunehmen: wenden Sie sich bitte bezüglich weiterer Informationen an das ENRADAS-Team, das Ihnen auch sagen kann, welches Studienzentrum in Ihrer Nähe liegt.

Studienleitung: Privatdozent Dr. med. Martin Rudwaleit und Prof. Dr. med. Joachim Sieper, Berlin.
Studienassistenz: Frau Renate Lies.

Studienärzte: Dr. Hildrun Haibel, Dr. Denis Poddubnyy.

Tel: 030 84452303, Fax: 030 84455003
Studienhandy: 0170-6755263.