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Urlaub mit Biologicals (Teil I)

Erstellt von Birgit Lücking |

Urlaubszeit - Zeit andere Länder kennen zu lernen. Doch was muss ich beachten, wenn ich mit Biologicals auf Reisen gehen möchte?

 

Nein, ich möchte hier nicht über irgendwelche Reiseziele oder die negative CO2-Bilanz von Urlaubsreisen schreiben. Vielmehr geht es mir darum, auf mögliche Besonderheiten in der Urlaubsplanung einzugehen. Dieser Beitrag richtet sich im Wesentlichen an diejenigen unter uns, die Biologicals und/oder Schmerzmittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz (BTM) fallen, einnehmen. Denn hier ist, je nach Urlaubsziel, doch einiges zu beachten.

Biologicaleinnahme

Fangen wir mit den Biologicals an – und hier ausschließlich Biologicals, die gespritzt werden müssen: Viele der aktuell im Handel befindlichen Biologicals müssen gekühlt gelagert werden. Das ist zu Hause oder später am Urlaubsort, wenn ich Zugang zu einem Kühlschrank habe, kein Problem. Aber wie sieht es auf dem Transport aus, bzw. wenn ich nicht die Möglichkeit habe einen Kühlschrank im Zimmer zu nutzen?
Bei einem Urlaub, der zwei Wochen dauert und ich mein Biological im gleichen Rhythmus spritze (also auch alle zwei Wochen) könnte man frühzeitig versuchen, das Gabe-Intervall so anzupassen, dass ich z.B. einen Tag vor Beginn des Urlaubes spritze und dann wieder an dem Tag, an dem ich zurückkomme.
Bin ich länger unterwegs, sollte ich zunächst Kontakt zum Hersteller meines Biologicals aufnehmen, denn dieser kann mir die verlässlichsten Tipps geben, die ich für einen erfolgreichen und erholsamen Urlaub mit Biologicals brauche. Zum Beispiel: wie kühle ich mein Medikament im Flugzeug oder bei längeren Auto- bzw. Zugfahrten? Einige Hersteller haben in der Vergangenheit sogar Transportsets bestehend aus einer kleinen Tasche mit Kühl-Akkus an entsprechende Patienten abgegeben.
Wichtig bei allen Reisen ist aber: das Biological gehört grundsätzlich nicht in den Koffer, sondern ins Handgepäck, incl. des Beipackzettels (um zu beweisen, dass die benötigten Nadeln nur dafür vorgesehen sind). Das ist umso wichtiger, wenn ich mit dem Flugzeug verreise, denn nicht selten kommt es vor, dass mein Gepäck zunächst seinen eigenen Urlaub „veranstaltet“ oder überhaupt nicht an dem eigentlich vorgesehenen Empfangsort eintrifft.

Am Urlaubsort angekommen könnte man schauen, ob man ggf. die Minibar (sofern vorhanden) nutzen kann. Hier sollte man an der Rezeption seines Hotels nachfragen. Das gilt auch, wenn ich gezwungen bin, eine andere Lösung für die Kühlung meiner Spritze/n zu finden. Ggf. ist es hilfreich, im Vorfeld schon Kontakt zum Hotel aufzunehmen und diese Frage zu klären.

Unabhängig davon, was ich an Medikamenten mit in den Urlaub nehmen möchte, wollen wir Euch noch eine Möglichkeit des Auswärtigen Amtes aufzeigen. Es ist eine Krisenvorsorgeliste, wo man sich als Bundesbürger registrieren kann, wenn man ins Ausland verreist. Diese Krisenvorsorgeliste namens ELEFAND schafft die Voraussetzung, dass man im Krisen- bzw. Katastrophenfall von unseren Auslandsvertretungen schnell informiert und ggf. in Krisenbewältigungsmaßnahmen einbezogen werden kann. Natürlich ist dies freiwillig.

 

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