Wirksamkeit der Interleukin-17-Hemmer Secukinumab und Ixekizumab bei der Spondylitis ankylosans

Patientengemäßer Bericht über die Veröffentlichung „Comparative efficacy and safety of secukinumab and ixekizumab in patients with active ankylosing spondylitis“ von Young Ho Lee und Gwan Gyu Song, 
erschienen in der Zeitschrift für Rheumatologie Band 80 (2021) S. 776–784

 

Zur Therapie der Spondylitis ankylosans  werden gewöhnlich nichtsteroidale Antirheumatika oder krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente  verwendet. Diese Medikamente sind jedoch häufig nicht ausreichend wirksam. In diesem Fall wird die Therapie mit einem TNF-alpha-Blocker empfohlen. Bei etwa 40% der Spondylitis-ankylosans-Patienten ist jedoch auch diese Therapie nicht ausreichend wirksam oder mit unakzep-tablen Nebenwirkungen verbunden. 
Da das Zytokin (Botenstoff) Interleukin-17A im Rahmen des Entzündungsprozesses bei der Spondylitis ankylosans eine wesentliche Rolle spielt, kommen Antikörper gegen Interleukin-17A zur Spondylitis-ankylosans-Therapie ebenfalls in Frage. 
Secukinumab ist der erste zur Behandlung der Spondylitis ankylosans zugelassene Interleukin-17A-Hemmer, der damit ein neues Feld der gegen Zytokine gerichteten Spondylitis-ankylosans-The-rapie eröffnet. Ein weiterer inzwischen verfügbarer Interleukin-17A-Hemmer ist Ixekizumab.
Die beiden Wissenschaftler Dr. Y. H. LEE und Dr. G. G. SONG aus Seoul (Korea) haben in einer Literatur-Übersicht die Wirksamkeit und Verträg-lichkeit dieser beiden Interleukin-17A-Hemmer bei einer aktiven Spondylitis ankylosans verglichen. 

Untersuchungsmethode

Zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit der beiden Medikamente wurden Veröffentlichungen über 5 Studien herangezogen, in denen die Wirksamkeit und Sicherheit von 150 mg Secuki-numab alle 4 Wochen und 80 mg Ixekizumab alle 2 Wochen oder alle 4 Wochen bei Patienten mit aktiver Spondylitis ankylosans untersucht wurde. Insgesamt wurden die Daten von 1433 Patienten ausgewertet. 

Ergebnisse

Der Patientenanteil mit einer 20%igen Besserung  war bei einer Behandlung mit 150 mg Secukinumab alle 2 Wochen signifikant höher als in der Placebogruppe. Im Vergleich zu dem TNF-Bocker Adalimumab war die Wirksamkeit von Secukinumab und Ixekizumab zwar höher, es bestand aber kein signifikanter Unterschied in den ASAS20-Ansprechraten. Auf Grundlage einer Rangliste bestand für Secukinumab die größte Wahrscheinlichkeit, die beste Therapie in Bezug auf die ASAS20-Ansprechrate zu sein. 
Hinsichtlich der Anzahl schwerer unerwünschter Nebenwirkungen bestand kein signifikanter Unter-schied zwischen den Therapien.

Schlussfolgerung 

Secukinumab und Ixekizumab sind zur Behandlung einer aktiven Spondylitis ankylosans wirksam ohne ein wesentliches Risiko schwerer unerwünschter Nebenwirkungen.

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