Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Schweinfurt, 03.12.2022

PRESSEMITTEILUNG

Morbus-Bechterew-Betroffenen die Möglichkeiten zur Selbsthilfe erhalten

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. fordert zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, Investitionen in Infrastruktur für die notwendigen Therapien von Morbus-Bechterew-Erkrankten


450.000 Menschen sind in Deutschland von Morbus Bechterew betroffen.
71 Prozent der Erkrankten haben einen Grad der Behinderung.
Axiale Spondyloarthritis (axSpA) bzw. Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die häufig zu einer eingeschränkten Arbeitstätigkeit und bis zur Arbeitsunfähigkeit führen kann. Bricht die Krankheit in jungen Jahren aus, kann es Beeinträchtigungen in der beruflichen Entwicklung geben, die dauerhafte Auswirkungen haben können. Für den Krankheitsverlauf ist eine frühe Diagnose entscheidend. In der Regel wird dann eine dauerhafte Bewegungstherapie für die Betroffenen notwendig.

Die über 350 örtlichen Gruppenleitungen organisieren die Angebote des Funktionstrainings und des Reha-Sportes im Ehrenamt, engagieren die Physiotherapeuten und kümmern sich um die Therapiestätten. Diese Arbeit wurde zuerst seit Corona stark eingeschränkt und stellt sich mittlerweile noch dramatischer dar.

„Unsere Gruppenleitungen standen schon 2020 vor geschlossenen Bädern. Nun verschärft sich die Situation durch die Folgen des Ukraine-Krieges. Unterhaltskosten und Sanierungen können aufgrund steigender Energiepreise nicht mehr von den kommunalen und privaten Trägern gestemmt werden. Die Selbsthilfe-Arbeit kann damit nicht mehr geleistet werden, dies geht mit Gruppen-schließungen einher und die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage den Krankheitsverlauf durch alternative Methoden neben der medikamentösen Therapie positiv zu beeinflussen." sagt die Geschäftsführerin Evelin Schulz.

Daher unterstützt die DVMB die Forderung der Deutschen Rheuma-Liga e.V. für einen Hilfsfond zum Erhalt des Funktionstrainings. Sie geht noch weiter und fordert zudem die Selbsthilfe-Arbeit insgesamt von der Politik mehr anzuerkennen. Damit sind auch die Förderung der Digitalisierung in der Selbsthilfe und eine Stabilisierung der Grundfinanzierung durch eine grundsätzliche Erhöhung der Pauschalfinanzierung der Krankenkassen für die Absicherung der Organisationen der Selbsthilfe und die Koordinierung des Ehrenamtes gemeint.

Hintergründe und Forderungen lesen Sie hier: https://www.bechterew.de/informieren/news-detailseite/themen/news/forderungen-an-die-politik-zum-jahreswechsel/



Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. ist eine von ca. 100.000 Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Sie ist seit 42 Jahren tätig und vertritt die Interessen der Morbus-Bechterew-Patienten und deren Angehörige. Als Dachverband steuert sie mit Hilfe engagierter Ehrenamtlicher in ca. 350 örtlichen Gruppen das bundesweite Handeln und Auftreten der DVMB und vertritt die Interessen von über 14.000 Mitgliedern.

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