Internationaler Morbus-Bechterew-Tag 2022

7. Mai 2022 - Internationaler Morbus-Bechterew-Tag

Chronisch entzündliche Rückenschmerzen mit dem Namen Spondylitis ankylosans bzw. dem bekannteren Namen Morbus Bechterew

An Morbus Bechterew sind ca.450.000 Menschen in Deutschland, ungefähr gleichviel Frauen wie Männer, erkrankt. Eine frühzeitige Diagnosestellung ist entscheidend für den Krankheitsverlauf. Doch nach wie vor erfolgt diese mit sieben Jahren im Durchschnitt viel zu spät.

Mit dem 2012 durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufenen Morbus-Bechterew-Tag wird weltweit auf die Krankheit und ihre Tücken aufmerksam gemacht.

Die chronisch-rheumatisch-entzündliche Krankheit beginnt meist mit starken Schmerzen im unteren Rücken. Sie kann aber auch Muskeln, Sehnen und Gelenke angreifen.
Bei länger anhaltenden Schmerzen, die in Ruhe schlimmer und bei Bewegung besser werden, sollte schnellstmöglich ein Rheumatologe aufgesucht werden, um eine frühestmögliche Diagnose und Behandlung zu erhalten. Je früher eine Behandlung mit Medikamenten oder Physiotherapie beginnt, desto größer ist die Chance der Versteifung vorzubeugen und die Beweglichkeit zu erhalten.

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) setzt sich seit über 42 Jahren dafür ein, die Krankheit bekannter zu machen, damit die Betroffenen schnellstmöglich mit einer geeigneten Therapie beginnen können. Neben der medikamentösen Therapie steht die Bewegung im Vordergrund. Diese wird in den knapp 350 örtlichen Gruppen bundesweit in Form von Rehasport/Funktionstraining durchgeführt. Daneben bieten die örtlichen Gruppen Austausch, Beratung und Vernetzung von Betroffenen an.  

Die Arbeit wird im Verband ehrenamtlich von Betroffenen für Betroffene organisiert. Peter Hippe weiß als Vorsitzender, wie wichtig der Austausch mit anderen Betroffenen ist: „Im Alter von 35 Jahren erhielt ich nach unerträglichen Schmerzen, die einen Notarzteinsatz zur Folge hatte, die Diagnose Morbus Bechterew. Durch einen Zeitungsartikel erfuhr ich von der bevorstehenden Gründung der Morbus-Bechterew-Vereinigung der DDR. Ich wollte meine Erfahrung mit anderen teilen und Betroffenen helfen. Daher bin ich seit 1990 auch Mitglied der DVMB. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir wieder mehr Menschen durch die Selbsthilfe erreichen.“

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung im PDF-Format: Internationaler Morbus-Bechterew-Tag

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