Internationaler Tag des Ehrenamtes

Schweinfurt, 05.12.2022

PRESSEMITTEILUNG

Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2022 fordert die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) e.V. von der Politik:

Dem Ehrenamt helfen, damit die Selbsthilfe helfen kann

Nach Angaben der Bundesregierung engagieren sich 31 Mio. Menschen in Deutschland im Ehrenamt. Allein in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe sind dies etwa drei Millionen Helferinnen und Helfer. Dieses Engagement ist elementarer Bestandteil unserer Zivilgesellschaft.

Auch in der DVMB sind die tragenden Säulen die engagierten Ehrenamtlichen. 350 Gruppenleitungen bieten vor Ort für die Betroffenen nicht nur die krankheitslindernde Bewegungstherapie an, sondern sorgen auch für Beratung, Begegnung und Austausch untereinander.
Die Corona-Pandemie und die Folgen des Ukraine-Krieges haben die Möglichkeit, diese wertvolle Arbeit aufrechtzuerhalten, massiv einbrechen lassen. Dies machen die Gruppenschließungen der letzten zwei Jahre deutlich.

Die Geschäftsführerin der DVMB Evelin Schulz unterstreicht: „Viele Engagierte wissen jetzt trotz der Aufhebung der Corona-Maßnahmen dennoch nicht, wie die Angebote wiederbelebt werden können. Denn nun führen die Energiepreise und der Spardruck auf das Gesundheitswesen dazu, dass es nicht ausreichend Therapiestätten, z.B. Sporthallen für Trockengymnastik und Schwimmbäder für die Warmwassertherapie gibt. Alternative Digitalisierungsangebote konnten nicht aufgebaut werden, da es bisher keine ausreichende Förderung für die Selbsthilfe gibt.“

Die DVMB hat daher ihre Forderungen an die Akteure in der Gesundheitspolitik zusammengefasst und fordert: „Dem Ehrenamt helfen, damit die Selbsthilfe helfen kann.“

Konkret:

  • Um die gesundheitlichen Folgen für Betroffene zu verhindern, müssen die Gruppenangebote mit dem Funktionstraining und Rehasport erhalten bleiben und mit einem Hilfsfond unterstützt werden.
  • Für den Abbau von gesundheitlichen Folgen bedarf es den Erhalt der Warmwasser-Therapie. Diese ist mit Fördermaßnahmen für Sanierung und Modernisierung von Wasser-Therapiebecken zu sichern.
  • Um neue Wege in der Selbsthilfe gehen zu können und Betroffene besser erreichen zu können, ist ein Programm zur Förderung der Digitalisierung der Selbsthilfe notwendig.
  • Die Erhöhung der Pauschalförderung der Krankenkassen wird benötigt, um die Absicherung der Organisationen der Selbsthilfe und die Koordinierung des Ehrenamtes zu gewährleisten.

„Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes möchten wir uns bei allen Aktiven der DVMB bedanken, die trotz der herausfordernden Zeiten sich weiterhin für die Morbus-Bechterew-Betroffenen engagieren.“ so die Geschäftsführerin Evelin Schulz abschließend.

 

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. ist eine von ca. 100.000 Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Sie ist seit 42 Jahren tätig und vertritt die Interessen der Morbus-Bechterew-Patienten und deren Angehörige. Als Dachverband steuert sie mit Hilfe engagierter Ehrenamtlicher in ca. 350 örtlichen Gruppen das bundesweite Handeln und Auftreten der DVMB und vertritt die Interessen von über 14.000 Mitgliedern.

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