Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin

| Aus unseren Gruppen

Verfasser: Michael Miklikowski

Info-Stand der DVMB-Gruppe Berlin im Deutschen Rheuma-Forschungszentrum

Endlich war es wieder so weit: Die Lange Nacht der Wissenschaften fand am Samstag, den 2. Juli 2022 statt – zum Live erleben und hautnah dabei sein.

Nach zwei Jahren Corona-Pause öffneten über 60 wissenschaftliche und wissenschaftsnahe Einrichtungen in Berlin und Potsdam von 17 Uhr bis Mitternacht ihre Türen. Das Spektrum umfasste dabei nahezu sämtliche wissenschaftlichen Disziplinen und Bereiche von Archäologie über Chemie und Theologie bis hin zur Weltraumforschung. Im Mittelpunkt standen die größten Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimawandel, Krankheiten und Digitalisierung.

Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher erfreuten sich über die mehr als 1.400 Programmpunkte für klein und groß. Die Stimmung war ausgelassen, die Lust auf Wissenschaft spürbar. In ganz Berlin und auf dem Potsdamer Telegrafenberg konnten sich die Menschen von Vorträgen, Wissenschafts-Shows, Diskussionen und Experimenten mitreißen lassen.

Und wie jedes Jahr nahm das Deutsche-Rheumaforschungszentrum (DRFZ) an der Langen Nacht teil. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie wurden die Labortüren geöffnet. Das diesjährige Thema: „Zellen vermessen – Ursachen von Krankheiten erkennen und Wege zur Heilung finden“.

Schon Rudolf Virchow hat vor über 150 Jahren erkannt, dass Zellen des eigenen Körpers die Ursache für Krankheiten sein können. Bei Rheuma sind es Immunzellen, die den Körper attackieren und schmerzhafte chronische Entzündungen auslösen. Durch die Vermessung dieser Zellen soll herausgefunden werden, was Immunzellen, die den Körper angreifen, von den anderen Immunzellen unterscheidet, um sie gezielt auszuschalten und damit Krankheiten zu heilen.

Über 1.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich im DRFZ über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Ein besonderes Highlight war dabei der Science Slam von vier Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Zehn Minuten haben die Slammer/-innen Zeit, um ihr Forschungsgebiet und -projekt dem Publikum näherzubringen. Zehn Minuten, in denen sie komplexe Themen anschaulich und unterhaltsam erklären. Kurz, knackig, wissenschaftlich korrekt. Dabei sind alle Hilfsmittel erlaubt: Ob PowerPoint-Präsentation, Requisiten oder Live-Experiment.

Die Gruppe Berlin der DVMB nahm erneut mit einem Info-Stand an der Langen Nacht im DRFZ teil. Wie in den vergangenen Jahren hatten wir eine sehr positive Resonanz. Bei dem umfangreichen Angebot der vielen Einrichtungen waren die Besucherinnen und Besucher im DRFZ am Thema „Rheuma“ grundsätzlich interessiert, ob als Betroffene, Verwandte, Freunde, im medizinischen Bereich beschäftigt oder einfach nur ganz allgemein.

Wir konnten jedenfalls über unseren Verein, seine Aktivitäten und den „Morbus Bechterew“ an sich informieren. Interessierte konnten an unserem Stand ein Morbus Bechterew Quiz ausfüllen oder Beweglichkeitsmaße anhand des BASMI Fragebogen abnehmen lassen. Und mit Unterstützung eines Physiotherapeuten der Rheuma-Liga-Berlin wurden stündlich 15minütige Bewegungseinheiten angeboten. Natürlich berichteten wir Standbetreuerinnen und -betreuer auch über unsere persönlichen Erfahrungen. Wichtig war für uns Informationsvermittlung im positiven, lebensbejahenden Sinne; Ängste zu verbreiten war nicht unser Ziel.

An dieser Stelle sei den Organisatorinnen und Organisatoren des DFRZ ausdrücklich gedankt. Unser Info-Stand wurde wieder im Eingangsbereich platziert, so dass wir kein Schattendasein führten, sondern wahrgenommen wurden. Wir freuen uns auf die Lange Nacht 2023.

Inzwischen gibt es in mehreren Städten Deutschlands Lange Nächte der Wissenschaften. Wir können örtliche Gruppen der DVMB nur ermuntern, sofern eine passende Einrichtung teilnimmt, mit dieser Kontakt aufzunehmen, um dort mitzumachen. Es lohnt sich. Sie sind bestimmt genauso willkommen wie wir.

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