Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 129 (Juni 2012)

Zwerchfellbewegungen bei Morbus-Bechterew-Patienten beim Atmen

Von Prof. Dr. Ercüment Ünlü, Dr. Ömer Nuri Pamuk, Dr. Burak Erer, Dr. Salim Dönmez und Prof. Dr. Necati Çakir
von den Universitäten in Edirne und Istanbul, Türkei

Zu den möglichen Krankheitsfolgen beim Morbus Bechterew gehört neben der Versteifung der Rippen-Wirbel-Gelenke auch ein Muskelschwund der Atemmuskulatur. Dies kann zu einer eingeschränkten Brustkorbbewegung führen. Es wurde vermutet, dass die Einschränkung der Brustatmung weitgehend ausgeglichen werden kann durch eine verstärkte Zwerchfellatmung, vor allem bei tiefen Atemzügen. Dies würde eine wirksame Anpassung an die Krankheitssituation darstellen, bei der das Zwerchfell die Hauptrolle bei der Atmung übernimmt. (Siehe auch MBJ 119 S. 18–19)

Studie zur Untersuchung der Zwerchfell-Bewegung

Wir haben in einer Studie mit Hilfe von Ultraschall-Untersuchungen die Zwerchfell-Bewegung bei Morbus-Bechterew-Patienten und bei gesunden Vergleichspersonen gemessen und haben nach Beziehungen zu anderen Krankheitsparametern gesucht.
Studienteilnehmer waren 33 Morbus-Bechterew-Patienten unserer Universitätskliniken (19 männliche und 14 weibliche) und 14 Gesunde (8 männliche und 6 weibliche). Charakteristiken der Morbus-Bechterew-Patienten sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Patienten mit Herz- oder Lungen-Krankheiten wurden nicht in die Studie aufgenommen.

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