Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 132 (März 2013)

Welche Morbus-Bechterew-Patienten finden ihren Zustand akzeptabel?

von Dr. Carlos Rodríguez-Lozano, Dr. María-Ángeles Gantes, Dr. Beatriz González, Dr. José A. Hernández-Beriain, Dr. Antonio Naranjo, Dr. Vanesa Hernández, Dr. Juan C. Quevedo-Abeledo, Dr. M. José Falcón, Dr. Sergio Machín und Dr. Miguel A. Descalzo, Universitätskliniken auf Teneriffa und La Palma, Kanarische Inseln, Spanien

Zur Beurteilung der Krankheitsschwere beim Morbus Bechterew wurde in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Messgrößen entwickelt. Über viele davon wurde im Morbus-Bechterew-Journal bereits berichtet1. Eine besonders einfache Frage zur Beurteilung der Krankheitsschwere ist die Frage „Wäre Ihr jetziger Zustand für Sie zufriedenstellend unter Berücksichtigung aller Beeinträchtigungen durch die Krankheit, wenn er einen Monat lang unverändert anhalten würde?“. Die Frage ist nur mit ja oder nein zu beantworten. Der schlimmste Zustand, bei dem die Antwort gerade noch „ja“ lautet, wird in der medizinischen Literatur als Patient-Acceptable Symptom State (PASS – vom Patienten akzeptierbarer Symptom-Zustand) bezeichnet.
Es gibt Studien, in denen die PASS-Methode an Morbus-Bechterew-Patienten erprobt wurde. Bei einer Befragung per Post in Kanada beantworteten 58% der Morbus-Bechterew-Patienten die Frage mit ja. Über die Nützlichkeit der Frage kamen verschiedene Forscher zu unterschiedlichen Ergebnissen. Um den Wert der PASS-Methode in der rheumatologischen Praxis eingehender zu untersuchen, führten wir eine Studie mit folgenden Zielen durch:

  1. Welcher Anteil der Morbus-Bechterew-Patienten empfindet seinen Zustand als akzeptabel?
  2. Welche Faktoren sind mit einem akzeptablen Zustand verknüpft?
  3. Wie hoch liegt die Schwelle für einen akzeptablen Zustand bei anderen Maßstäben für den Krankheitsverlauf?

Die Studie wurde an den Universitätskliniken der Kanarischen Inseln Teneriffa und Gran Canaria durchgeführt.
Diese Kliniken stehen allen Inselbewohnern offen, denn es gibt dort keine gemeindeeigenen Kliniken mit einem Rheuma-Zentrum. Alle teilnehmenden Rheumatologen sind Mitglieder der Spondyloarthritis-Studiengruppe der Kanarischen Gesellschaft für Rheumatologie.

1) MBJ Nr. 121 S. 9–12, DVMB-Schriftenreihe Heft 13

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