Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 134 (September 2013)

„Den Bechterew übersehe ich nicht!“

Ein Aktionsprogramm der DVMB für Orthopäden
Von Rüdiger Schmidt, Mitglied des DVMB-Vorstands und Vorsitzender des Landesverbands Niedersachsen

Der Morbus Bechterew soll stärker in den Blickpunkt von Orthopäden rücken. Da die Diagnosezeit (durchschnittlich 8 – 10 Jahre) noch zu lang ist, wurde im Rahmen „33 Jahre DVMB“ das Aktionsprogramm „Den Bechterew übersehe ich nicht – ich mache mit“ in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) ins Leben gerufen. Die Frühdiagnostik des Morbus Bechterew ist von großer Bedeutung, um durch gezielte frühzeitige Behandlung drohende Spätschäden zu vermeiden und dem Patienten den langen – oft mit  starken Schmerzen verbundenen – Weg zu lindern. Des Weiteren kann man bei einer frühen Diagnose in vielen Fällen einer Bewegungseinschränkung und somit einer Verminderung der Lebensqualität sowie einer frühzeitigen Arbeitsunfähigkeit oder Berentung entgegen wirken. Dr. Uwe SCHWOKOWSKI, Orthopäde aus Ratzeburg, Beratender Arzt des DVMB-Bundesverbands und Mitinitiator der Aktion, möchte bei den Veranstaltungen und in Medienbeiträgen verdeutlichen, dass zwei Untersuchungen und fünf Fragen helfen, betroffene Patienten rechtzeitig zu erkennen. Es ist angedacht, 33 Veranstaltungen, an denen 333 Orthopäden teilnehmen, im Bundesgebiet durchzuführen. Die Auftaktveranstaltung fand in Berlin statt, zu der neben Dr. Schwokoski auch Ludwig HAMMEL mit einem Referat „Morbus Bechterew aus Sicht eines Patienten“ beitrug. Weitere Veranstaltungen wurden unter Beteiligung verschiedener Referenten der DVMB durchgeführt, unter anderem in Flensburg, Bremen, Hamburg, Lüneburg und Bad Bramstedt. Hier nahm der stellvertretende Vorsitzende des BV Rüdiger SCHMIDT für die DVMB teil. Bei den Veranstaltungen referieren neben Dr. Schwokowski und einem Referenten der DVMB auch ein oder zwei teilnehmende Ärzte, die jeweils Fälle vorstellen, über die dann diskutiert wird. Sehr interessant war es im Klinikum Bad Bramstedt, in dem unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Frank MOOSIG, Internistischer Rheumatologe, eine Visite auf der Rheumastation mit anschließender Diskussionsrunde durchgeführt wurde. In Hamburg im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) nahmen drei Patienten mit Morbus Bechterew teil, die über ihre Probleme sprachen. An den Vorträgen nehmen jeweils ca. 10 bis 15 Orthopäden teil.

Referenten in Bad Bramstedt. Von links: Priv. Doz. Dr. med. Frank Moosig, Internist Rheumatologe, Bad Bramstedt, Rüdiger Schmidt, DVMB, Dr. med. Schwokowski, Orthopäde, Beratender Arzt der DVMB, Prof. Dr. med. Wolfgang Rüther, Orthopäde, Hamburg, Dr.
Referenten in Bad Bramstedt. Von links: Priv. Doz. Dr. med. Frank Moosig, Internist Rheumatologe, Bad Bramstedt, Rüdiger Schmidt, DVMB, Dr. med. Schwokowski, Orthopäde, Beratender Arzt der DVMB, Prof. Dr. med. Wolfgang Rüther, Orthopäde, Hamburg, Dr. med. Jörg Klocke, Orthopäde, Hannoversch Münden.