Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 134 (September 2013)

Sandsäcke füllen statt Elbe-Radtour

Von Frank Balzer, Vorsitzender des Landesverbands Berlin-Brandenburg

Eigentlich sollte es ein tolles Wochenende mit dem Rad im Nordosten Brandenburgs werden, doch dann kam das Hochwasser. Seit Herbst letzten Jahres hatten die elbanliegenden DVMB-Landesverbände die Elberadtour von Hamburg bis Dresden durchorganisiert. Das fiel ab Ende Mai buchstäblich ins Wasser. Das Stammteam um Klaus SIEBENBRODT schmolz auf drei Teilnehmer zusammen (je ein Vertreter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin). Die Strecke Magdeburg – Dresden wurde nachvollziehbarerweise gestrichen. Sie starteten in Hamburg am 5. Juni und kamen am 8. Juni in Wittenberge an. Mitglieder der DVMB-Gruppe Oder-Spree aus Eisenhüttenstadt wollten entsprechend der Planung das Team auf der Strecke Wittenberge – Havelberg (ca. 50 km) mit dem Rad begleiten. Doch der Elberadweg wurde ab 7. Juni gesperrt.

Nach kurzer Abstimmung und Rücksprache mit dem Hotel vor Ort war klar: Wir fah­ren, um zu helfen! So machten sich Holger LINDEMANN, Matthias BÖHNING, Joachim STUTIUS und Frank BALZER am 8. Juni vormittags auf den Weg. Kurz nach dem Einchecken im Hotel meldeten sich die vier DVMB-Mitglieder bei der nächsten Sandfüllstation an der Ölmühle. Da auf diesem Platz ausreichend Helfer zur Verfügung standen, wurden sie einem 300 m entfernten Sandsackplatz zugeteilt. Dort war man über die zusätzliche Unterstützung sehr angetan. Sandsack um Sandsack wurde gefüllt und auf Paletten gestapelt. Eine Verschnauf- und Essenspause gab es notgedrungen, bis Sattelschlepper weitere Paletten brachten. Wir hofften und drückten den Wittenbergern die Daumen, dass der unermüdliche Einsatz aller Helfer ein glückliches Happyend hat.