Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 135 (Dezember 2013)

Paddeln auf dem Main Sommertreffen der Jungen Bechterewler

Von Trixi

Beim Sommertreffen der Jungen Bechtis vom 12.–14. Juli 2013 trafen sich insgesamt 16 Teilnehmer aus mehreren deutschen Bundesländern in Schweinfurt. Die Teilnehmer setzten sich zusammen aus Betroffenen sowie Partnern und Kindern von jungen Bechtis.
Einige der Teilnehmer kannten sich zuvor nicht, aber es ergaben sich schnell Bekanntschaften, die auch im Anschluss an das Seminar Bestand haben, wie so oft bei solchen Veranstaltungen.

Am Freitagabend trafen sich alle Teilnehmer in der Unterkunft. Tagunghotel war in diesem Jahr das Kolping- Haus in Schweinfurt. Nach der Begrüßung und dem gemeinsamen Abendessen ging es in die Innenstadt. Auf dem Weg wurden Erfahrungen und Erlebnisse untereinander ausgetauscht, nebenbei erkundeten wir Schweinfurt ein wenig und ließen die Woche ausklingen. Beim gemütlichen Beisammensitzen in einem Lokal am Marktplatz konnten wir uns alle näher kennenlernen. Die Teilnehmer, die “frisch“ diagnostiziert waren, nutzten die Gelegenheit und fragten “die alten Hasen“ nach ihrer Erfahrung mit Morbus Bechterew.

Am nächsten Tag fand das Highlight des Wochenendes statt: eine Kanutour auf dem Main. Mit mehreren Autos fuhren wir alle morgens nach dem Frühstück von Schweinfurt ins nahe gelegene Volkach, wo wir mit insgesamt vier Kanus starteten. Gleich am Anfang mussten wir eine Schleuse passieren, bei der wir ca. drei Meter abgesenkt wurden. Doch dann ging die Fahrt richtig los. Bei sommerlichem Wetter paddelten wir ca. sieben Stunden gemütlich und absolvierten dabei eine Strecke von insgesamt unglaublichen zwölf Kilometern. Entlang des Mains erstreckt sich eine schöne, hügelige Landschaft mit zahlreichen Weinbergen. Zwischendurch legten wir mehrere Pausen ein. So konnten wir an einem kleinen Strand entspannen und im Wasser einer kleinen Bucht schwimmen gehen. Gegen Mittag kehrten wir dann in einer Gastwirtschaft direkt am Main ein und konnten uns für die restliche Strecke stärken. Am Ende der Tour wurden wir mitsamt anderen Paddlern mit einem Bus abgeholt und zurück nach Volkach gebracht. Auf der Rückfahrt bemerkten einige, dass sportliche Aktivitäten und Morbus Bechterew sich nicht gegenseitig ausschließen. Nachdem wir uns im Hotel wieder frisch gemacht hatten und zu neuen Kräften gekommen waren, gingen wir abends in die Schweinfurter Innenstadt und suchten ein italienisches Restaurant auf, um hier vom Tag zu entspannen und vom Erlebten zu erzählen.

Am Sonntagmorgen fand nach dem gemeinsamen Frühstück als Abschluss ein einstündiger Vortrag des Internisten Dr. Karl-Heinz Gerhardt aus Schweinfurt zum Thema „Positives HLA-B27 und jetzt? Krankheitsgruppe Spondyloarthritiden“ statt. Die Feedback-Runde mit vielen Fragen wie z.B. „Wie hoch ist das Risiko zur Vererbung einer Veranlagung zum Morbus Bechterew, wenn beide Partner einen HLA-B27 haben?“ oder „Wie vertragen sich Biologicals und Schwangerschaft?“ hat das Interesse an dem Vortragsthema deutlich gezeigt. Dieser Vortrag bildete das Ende der Veranstaltung. Das Sommertreffen in Schweinfurt hat in idealer Weise mehrere Dinge miteinander vereint: Sowohl ein gegenseitiges Kennenlernen bei den Freizeitaktivitäten als auch ein Austausch der Teilnehmer untereinander wurde an diesem Wochenende ermöglicht. Ebenso kam die Auseinandersetzung mit rheumatischen Erkrankungen in Form eines medizinischen Vortrags und einer Diskussion nicht zu kurz. Ich kann so ein Treffen für jeden nur wärmstens empfehlen und bin gespannt auf das nächste Sommertreffen.