Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 136 (März 2014)

Rheuma – Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

Buchdeckel: Rheuma – Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

von Dr. Alfred A. Gruber, Ute Donhauser-Gruber
Thieme Verlag Stuttgart 2013, ISBN 978-3-13-143261-2, 423 Seiten, 99,99  €

Ein gelungenes Buch für alle, die mit Rheuma zu tun haben. In drei Bereiche eingeteilt werden Krankheitsbilder, medizinische Behandlung und das therapeutische Vorgehen ausführlich dargestellt, und auch die psychologischen Aspekte und das soziale Umfeld kommen nicht zu kurz.
Im ersten Teil werden die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, medikamentöse und operative Therapie, Bewegung und Schmerz erklärt. Hier wird ganz ausführlich neben dem Morbus Bechterew auch die Rheumatoide Arthritis (RA) in allen Stadien erklärt und bebildert.
Der zweite Teil ist das Herzstück des Buchs. Hier werden gelenk- und krankheitsspezifisch nochmal alle Besonderheiten erklärt, deren Befundung und vor allem die Behandlung aller Berufsgruppen ausführlich dargestellt. Es wird für alle Therapeuten, die am Rheumapatienten tätig sind, anhand der Krankheitsbilder, Befunderhebung und therapeutische Konsequenzen dargestellt, Übungen werden erklärt, die ganz gezielt auf einzelne 
Probleme der unterschiedlichen Patienten hinzeigen. Auch hier kommt der Morbus-Bechterew-Patient nicht zu kurz.
Der dritte Teil komplementiert das Buch mit wichtigen Aspekten zu den psychologischen Zusammenhängen, der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew und der Deutschen Rheuma-Liga (DRL) und dem Sport.
Hier finden sich neben allgemeinen Informationen zum Thema Sport auch hilfreiche Tipps zu (fast) jeder Sportart individuell auf Morbus-Bechterew-Patienten und RA-Erkrankte zugeschnitten.
Ein Buch, das ausführlich beschreibt, wo die Besonderheiten in der Behandlung der Morbus-Bechterew-Patienten und RA-Erkrankten liegen, gefüllt mit vielen Übungen, die es dem Behandler leichter machen sollen, den Patienten optimal zu behandeln bzw. dass der Patient es besser versteht. Hilfsmittelversorgung und Schienenbau ergänzen das Buch, so dass es zu einem kompetenten Ratgeber in der Rheumatologie wird.
In Anlehnung an das Buch ist jetzt die Ausbildung zum Rheumatherapeuten möglich, die für Physio- und Ergotherapeuten möglich ist, um bundesweit möglichst viele Therapeuten zu fähigen Begleitern der Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu haben.
Anke Usbek, Dortmund