Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 136 (März 2014)

Oranje-Nassau-Orden für den ASAS-Gründer Prof. Dr. Sjef van der Linden in Maastricht

von Prof. Dr. Ernst Feldtkeller, München, Redaktion Morbus-Bechterew-Journal

Professor van der Linden im Professoren-Talar mit seiner Frau Hermine nach der Verleihung des Oranje-Nassau-Ordens	Foto: Bilbo Schickenberg
Professor van der Linden im Professoren-Talar mit seiner Frau Hermine nach der Verleihung des Oranje-Nassau-Ordens Foto: Bilbo Schickenberg

Vor genau 25 Jahren bin ich Prof. Dr. Sjef VAN DER LINDEN zum ersten Mal begegnet. Anlass war das 10-jährige Jubiläum der SVMB 1988 in Biel in der Schweiz1). Gehört hatte ich von ihm schon vorher, denn im Bechterew-Brief vom Dezember 1986 konnten wir einen interessanten Übersichtsartikel von ihm über den Stand der Morbus-Bechterew-Forschung abdrucken2). Zusammen mit anderen niederländischen Wissenschaftlern hatte er bereits 1984 in einem Artikel, der seither immer wieder zitiert wird, die Häufigkeit des Morbus Bechterew unter Personen mit dem Erbfaktor HLA-B27 abgeschätzt und auch auf die lange Diagnoseverzögerung beim Morbus Bechterew hingewiesen.3)
Professor van der Linden war 1982 bis 1986 Gastwissenschaftler am Inselspital in Bern (Schweiz) und wurde 1987 als Professor für Rheumatologie an die Universität Maastricht berufen.
Maastricht, die südlichste Stadt der Niederlande, wurde von den Römern an einem Übergang über die Maas gegründet und kann somit auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurückblicken.4)
Über seine Forschungsergebnisse zur Diagnose und Häufigkeit des Morbus Bechterew und verwandter Spondyloarthritiden haben wir in unserer Zeitschrift immer wieder berichtet.5)
Auf Initiative von Professor van der Linden wurde 1995 die ASAS (Assessment of SpondyloArthritis international Society) gegründet, um international einheitliche Untersuchungsverfahren, Diagnosekriterien und Therapie-Empfehlungen für Patienten mit Morbus Bechterew zu erarbeiten.6) Ihr gehören heute etwa 150 Morbus-Bechterew-Forscher aus 30 Ländern an. Über die Ergebnisse dieses hochkarätigen Forschergremiums berichten wir regelmäßig in unserer Zeitschrift.7)
In seiner Klinik hat er eine ganze Generation erfolgreicher Rheumatologen ausgebildet. Professor van der Linden ist Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und der European League against Rheumatism (EULAR).8)

Professor van der Linden und seine Frau im Gespräch mit Professorenkollegen
Professor van der Linden und seine Frau im Gespräch mit Professorenkollegen

1) Bechterew-Brief Nr. 34 S. 16–23
2) Bechterew-Brief Nr. 31 S. 10–13
3) Bechterew-Brief Nr. 49 S. 14–15
4) Die befestigte römische Garnison hieß „Trajectum ad Mosam“. Aus Trajectum (Übergang) entwickelte sich der
    Bestandteil  tricht im heutigen Namen der Stadt. Wahrzeichen der Stadt ist die zwischen 1280 und 1298 erbaute
    siebenbogige St-Servatius-Brücke über die Maas (Bild oben).
5) Bechterew-Brief Nr. 58 S. 15–18, Nr. 59 S. 3–5, Nr. 88 S. 3–10, MBJ Nr. 95 S. 17, Nr. 100 S. 15–20, Nr. 105 S. 20
6) MBJ Nr. 129 S. 35
7) MBJ Nr. 104 S. 20–21, Nr. 109 S. 14–15, Nr. 113 S. 33–35, Nr. 117 S. 39–41, Nr. 121 S. 35–37, Nr. 125 S. 13–14,
    Nr. 129 S. 35–37, Nr. 133 S. 33–34
8) MBJ Nr. 95 S. 16

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