Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 137 (Juni 2014)

Enzym-Therapie bei Morbus Bechterew

In mehr als 30 Jahren gesammelte Erfahrungen

von Johann Jung, Isen (Oberbayern)

Als ich 38 Jahre alt war, wurde bei mir Morbus Bechterew festgestellt. Durch Zufall riet mir ein Arzt, Mulsal zu nehmen (das Vorgängerpräparat von Phlogenzym). Ich war 9 mal auf Rehabilitationskur und wurde dort von mindestens 9 ? 4= ca. 35 Ärzten behandelt bzw. begutachtet (Gutachter, behandelnder Arzt, Stationsarzt, Chefarzt). Manche Ärzte schmunzelten über Mulsal, aber die meisten sagten: Wenn Sie mit dem als Basistherapie auskommen, ist das gut, es hat sehr geringe oder gar keine Nebenwirkungen. Ich möchte aber nicht verheimlichen, dass ich fast jeden Herbst und jedes Frühjahr immer mehrere Wochen mit kortisonhaltigen Spritzen behandelt werden musste, um meiner Arbeit (teilweise im Außendienst) mit 40 km Anfahrt zur Arbeitsstelle nachgehen zu können.
Doch immer wenn ich glaubte, jetzt kann ich ein paar Tage wenigstens auf das Rheuma-Medikament verzichten, erlebte ich eine bittere Überraschung. Es dauerte nicht lange und meine täglichen Schmerzen kehrten zurück, sogar wesentlich intensiver als vorher. Ich musste also das „Feuer“ immer unter Kontrolle halten und durfte es nicht wieder auflodern lassen. Kurz: Ich war und bin immer auf Mulsal – jetzt Phlogenzym – angewiesen, um einigermaßen schmerzfrei leben zu können. Ich weiß, es ist bösartig, aber manchmal würde ich Leuten, die abfällig über Enzyme reden und die Bezahlung durch die gesetzlichen Krankenkassen verhindern, einmal ein halbes Jahr meine Schmerzen wünschen!
Von der bei Morbus Bechterew so gefürchteten Iritis blieb ich bei Behandlung mit Phlogenzym weitgehend verschont, obwohl meine Mutter – auch mit Morbus Bechterew – ein Leben lang sehr darunter zu leiden hatte.
Ich merkte sofort den Anfang in den Augen, wenn ich einmal wieder dieses Medikament abgesetzt hatte, weil es mir „zu gut ging“, wobei der Augenarzt, den ich immer gleich aufsuchte, noch nichts feststellen konnte. Erst wenn die Iritis-Beschwerden am Freitagabend oder Samstag auftraten und sehr massiv waren und ich erst am Montag oder gar Dienstag zum Augenarzt ging, konnte er etwas feststellen.
Ich kann natürlich nicht verbürgen, dass es bei anderen Patienten ebenso hilft, aber es wurde schon 1 oder 2 mal von Patienten im Bechterew Brief/Morbus-Bechterew-Journal , das ich seit 30 Jahren lese, über die Enzymtherapie berichtet1 .
Seit der Gesundheitsreform von 2004 wird Mulsal/Phlogenzym von den gesetzlichen Kassen nicht mehr bezahlt. Mein Hausarzt und ich versuchten 4–5 Präparate, um eine von der Kasse bezahlte Medizin zu finden. Doch leider vertrug ich kein Medikament auf Dauer im Zusammenwirken mit den anderen Medikamenten, die ich im Alter von inzwischen 74 Jahren gegen zu hohen Blutdruck, zu hohe Blutfettwerte, zur Blutverdünnung (Vorbeugung gegen Schlaganfall bei einer künstlichen Aortenklappe und zwei Bypässen) und für den Magen nehmen muss.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als reumütig wieder zu Phlogenzym zurückzukehren und jährlich ca. 700 € dafür zu bezahlen (täglich 3 x 2= 6 Stück x 365 = 2190 Stück jährlich, Apothekenpreis für eine 800-Stück-Packung ca. 245 €).
Und wer jetzt glaubt, ich bin auf Phlogenzym süchtig oder Aktionär bei dieser Firma, den kann man wohl nie überzeugen.
Ich wünsche mir – und würde mich freuen – wenn auch andere denselben Erfolg mit Phlogenzym erleben dürften und vielleicht sogar die Iritis damit los wären. Vielleicht siegt doch einmal die Vernunft über die Lobbyisten bzw. die Gesundheit über das Geld. Allein um die gefürchtete Iritis zu vermeiden, ist mir das Phlogenzym-Präparat dies wert. Ich spare mir dabei viele Augenarztbesuche, Zeit und Geld für zusätzliche Medikamente und schone dabei noch meine Augen – obwohl ich kein reicher Mann bin, sondern nur ein kleiner Angestellter und jetzt „armer“ Rentner.

1) Siehe Besprechung des Buchs „Enzyme, die Bausteine des Lebens – Wie sie wirken, helfen und heilen“ (ISBN 3-453-04777-X)     im Bechterew-Brief Nr. 75 S. 34–35 und Leserbrief im Bechterew-Brief Nr. 76 S. 84.

Anschrift des Verfassers:
Gaisberg 2, 84424 Isen-Burgrain