Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 138 (September 2014)

Innovationspreis 2014

Von Peter Koncet, Mitglied des DVMB-Bundesvorstands

Ebenfalls zum vierten Mal hat die DVMB für besondere Aktivitäten auf örtlicher Ebene oder Landesebene, die nach April 2010 stattgefunden haben, einen Innovationspreis ausgeschrieben. Sowohl Aktionen in der Öffentlichkeit als auch außergewöhnliche Unternehmungen konnten eingereicht werden. Über ihre Preiswürdigkeit stimmte der Beirat auf seiner Sitzung im April 2014 in Naumburg ab. Bei gleicher Punktzahl musste sich in diesem Jahr die Gruppe Recklinghausen (LV Nordrhein-Westfalen) den ersten Preis mit einer Gemeinschafts-Innovation der Gruppen Meißen (LV Sachsen) und Oder-Spree (LV Berlin-Brandenburg) teilen. Ein zweiter Platz wurde deshalb nicht vergeben.
Dritter wurde die Gruppe Oder-Spree aus Eisenhüttenstadt. Sie wollten eigentlich das Fahrradteam der Elberadtour, die im Rahmen der Kampagne DVMB 33 unterwegs war, ein Stück begleiten. Es kam jedoch nicht dazu. Der Elberadweg wurde infolge des Hochwassers gesperrt. Statt abzusagen, beschloss die Gruppe, hinzufahren um zu helfen, siehe MBJ 134 Seite 43. Sandsack um Sandsack wurde gefüllt und auf Paletten gestapelt. Solidarität macht glücklicherweise nicht an Vereinsgrenzen halt. Und diese „Kreuzschmerzen“ waren für einen guten Zweck
Die DVMB-Gruppen aus Brandenburg und Sachsen waren zum Aktionstag im Rahmen eines Erfahrungsaustausches unter dem Motto „33 Freunde treffen sich am Welt-Morbus-Bechterew-Tag“ nach Eisenhüttenstadt gekommen. Am dortigen Pflegestützpunkt des Arbeiter-Samariter-Bunds wurde gemeinsam ein Baum gepflanzt. Der „Baum der Lebensfreude“ birgt eine tiefe Symbolik in sich. Er soll die beginnende Partnerschaft zwischen dem Arbeiter-Samariter-Bund und den DVMB-Gruppen Meißen und Oder-Spree dokumentieren. „So, wie unser Baum wächst, soll auch unsere Partnerschaft wachsen“, wünschten sich alle Teilnehmer.
Der Recklinghäuser Gruppe ist es gelungen, sich und ihr Anliegen in einem Fernsehbeitrag zwanglos vorzustellen. In der Rubrik „Kochalarm“ des WDR werden individuelle Kochprobleme behandelt. Die Gruppe gab ein Kochproblem vor – denn gesunde Ernährung ist bei Rheumakranken wichtig – und bewarb sich beim Sender. So wurde das „Kochproblem“ zum Türöffner für die Präsentation der Gruppe und ihrer Ziele. Völlig unkonventionell konnten sie so für die Arbeit ihrer Gruppe, unserer Dachorganisation DVMB und die damals laufende Kampagne DVMB33 werben. Ohne Kostenaufwand kam man in dem Fernsehbeitrag auf die Bedürfnisse von Morbus-Bechterew-Kranken zu sprechen, ohne den eigentlichen Kern der Sendung zu sprengen. Das war das Besondere an der Aktion. Überaus wirksam rückten sie somit die Selbsthilfearbeit und die DVMB einer breiten Öffentlichkeit in den Fokus. Zur Nachahmung bedenkenlos zu empfehlen!

Von links nach rechts: Karsten LORENZ (Gruppe Meißen, LV Sachsen); Matthias BÖHNING (Gruppe Oder-Spree, LV Berlin-Brandenburg); Sybille REIMANN (LV Mecklenburg-Vorpommern); Josef MÜNCH (Gruppe Recklinghausen, LV Nordrhein-Westfalen); Jenny BLUHM (Firma
Von links nach rechts: Karsten LORENZ (Gruppe Meißen, LV Sachsen); Matthias BÖHNING (Gruppe Oder-Spree, LV Berlin-Brandenburg); Sybille REIMANN (LV Mecklenburg-Vorpommern); Josef MÜNCH (Gruppe Recklinghausen, LV Nordrhein-Westfalen); Jenny BLUHM (Firma AbbVie); Frank BALZER (Gruppe Oder-Spree, LV Berlin-Brandenburg).