Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 138 (September 2014)

Zum Artikel „Rehabilitation bei Morbus Bechterew“

(MBJ Nr. 137 Seite 18–20)
Im Heft 137 wurde auf S. 20 auf Sportarten hingewiesen, die für Bechterewler ungeeignet sind, darunter auf Krafttraining und Volleyball. Ich erinnere mich an einen langen Bericht in unserer Zeitschrift über eine Meisterin im Gewichtheben. Und in unserer Gruppe spielen wir Volleyball mit Normalregeln und treffen einmal im Jahr mit anderen Mannschaften der DVMB aus Bayern und Rheinland-Pfalz zu einem Turnier zusammen.
Ich halte diese Sportart auch weiterhin wegen des Reizes zu unkontrollierten Bewegungen für sinnvoll, aber manche Mediziner sehen wohl mehr das Bedenkliche.
Zu den „Empfehlungen zum eigenen Verhalten...“ (MBJ Nr. 129 Seite 4–5 und DVMB-Faltblatt):
Während dieses Faltblatt unter Nr. 2 noch auf das Hohlkreuz hinweist, sagt es unter Nr. 5: „achten Sie auf eine gerade Rückenhaltung“. Ich halte diese  Formulierung für unglücklich. „Sitz gerade!“ ist die von vielen erlernte Haltung, die willentlich fremdgesteuert nicht mehr die eigene Wirbelsäule als in sich ruhend wahrnimmt. Meines Erachtens müsste es statt „gerade“ „aufrecht“ heißen. Die Aufrichtung entsteht von innen.
Joachim Schroeder
Gruppensprecher Wiesbaden

Antwort der Redaktion:

Die Warnung vor dem Volleyballspiel in dem Artikel aus Wien hat uns auch verwundert. Deshalb die Fußnote mit dem Hinweis auf die Volleyball-Gruppen der DVMB und die Nützlichkeit dieser Sportart für Morbus-Bechterew-Patienten.
Die Warnung vor dem Krafttraining mit vertikaler Gewichtsbelastung halten wir für berechtigt. Die Weltmeisterin mit Morbus Bechterew in dem angesprochenen Erfahrungsbericht im MBJ Nr. 124 Seite 30  betonte deshalb, dass sie die Gewichte in Rückenlage stemmt, um die schädliche Kraft auf die Wirbelsäule zu vermeiden.
„Aufrecht“ ist sicher ein eindeutigeres Wort für die erstrebenswerte Haltung als „gerade“. Wir bedanken uns für den Hinweis und werden in der Internet-Version der Verhaltensempfehlungen das Wort in der Empfehlung Nr. 5 ersetzen.