Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 139 (Dezember 2014)

Konstituierende Vorstandssitzung

Von Peter Koncet, Mitglied des DVMB-Bundesvorstands

Ende Juni wählte die Bundesdelegiertenversammlung einen neuen Vorstand. Ende August traf sich dieser zur Klausurtagung und konstituierenden Sitzung in Naumburg (Saale). Neu im Vorstand sind Peter DE BEYER aus Münster, der vom langjährigen Schatzmeister Karl-Heinz INGENDAHL das Amt übernahm, sowie Martina IRRGANG aus Porta Westfalica, die neu als Beisitzerin in den Vorstand gewählt wurde. Damit führt – bei einem Durchschnittsalter von weniger als 58 Jahren – der im Mittel jüngste Bundesvorstand die Geschicke des Verbands.

Im Gespräch bleiben

Eine Bestandsaufnahme des Gesamtverbands stand im Mittelpunkt der vorlaufenden Klausurtagung. Wohlwissend, dass nicht immer alles so läuft wie es laufen könnte, wurden alle Aufgabenfelder ausgiebig diskutiert. Mal stört die Bürokratie, dann sind es zwischenmenschliche Probleme, die den Ablauf unserer Selbsthilfelandschaft stören. Zudem gilt es, sich auf die Veränderungen der Gesellschaft und des Arbeitslebens einzustellen. Zukünftig werden wir – besonders mit den Landesverbänden – mehr Wert auf das Gespräch legen und Verwaltungsaufgaben auf Geschäftsstellenebene verlegen. Wenn auch in oft zitierten Fällen Reden nur Silber ist, wollen wir nicht schweigen. Wir wollen verstärkt miteinander sprechen. Vorher.
Um einen guten Austausch zwischen Landes- und Bundesverband zu ermöglichen und die Zusammenarbeit untereinander zu erleichtern, wird jedes Vorstandsmitglied für ein oder zwei Landesverbände als direkter Ansprechpartner fungieren. Diese erleichternde Zusammenarbeit ist ebenso ein Arbeitsschwerpunkt in den kommenden beiden Jahren wie auch die Fortführung der Trainerausbildung, die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, die weiterführende Umsetzung der Erfordernisse aus dem Konsenspapier DVMB 2020 unter Berücksichtigung der Interessenlagen der Landesverbände und des Bundesverbands sowie die Überarbeitung des Internetauftritts der DVMB. Eine qualitativ noch benutzerfreundlichere Aufbereitung der Homepage wird dabei im Mittelpunkt stehen.

Mitgliedermeinung ist wichtig

Zudem bereitet der Bundesvorstand eine Mitgliederbefragung vor, um Anregungen der Mitglieder in die Arbeit einfließen lassen zu können und zu diesem Zweck Verbesserungswünsche, Sorgen, Ärgernisse aber auch Gelungenes – per Internet – zu erfahren. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung der Mitglieder, damit die DVMB zukunftsfähig bleibt und lebendiger in der Gesellschaft auftreten und wahrgenommen werden kann.
Weiterhin wird die DVMB Mitglied im „Aktionsbündnis für Patientensicherheit e.V.“ Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. wurde im April 2005 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es setzt sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung dazu geeigneter Methoden. Hier können wir für die Arbeit des Aktionsbündnisses speziell den Focus auf die Belange der Morbus-Bechterew-Patienten legen und damit die Versorgung von Morbus-Bechterew-Betroffenen weiter verbessern.

Internationale Kontakte pflegen

Nachdem Prof. Dr. FELDTKELLER nach vielen Jahren altersbedingt darum bat, einen neuen Vertreter zu den ASIF-Delegiertenversammlungen zu entsenden, haben wir nun in Martina IRRGANG eine neue ASIF-Beauftragte. Die ASIF (Ankylosing Spondylitis International Federation) ist der internationale Dachverband der Vereinigungen Morbus-Bechterew-Erkrankter. Alle zwei Jahre treffen sich die Vertreter der Mitgliedsländer zum gemeinsamen Austausch, um die Fortentwicklung der Morbus-Bechterew-Patientenorganisationen in den unterschiedlichen Ländern zu fördern.
Dafür, dass nicht nur darüber gesprochen wird, Zwischenmenschliches zu pflegen, sondern dies auch in die Tat umzusetzen, bot die Stadt Naumburg beste Voraussetzungen. Die Arbeitssitzung wurde umrahmt von der Besichtigung des Naumburger Doms und dem kurzweiligen Besuch des Weinfestes – beides belebte den Gedankenaustausch und die konstruktive Arbeit.
Auch am Ende steht unser Wort, dass wir im Gespräch bleiben wollen. Nach wie vor gilt, dass wir, die Mitglieder des Bundesvorstands, jederzeit für alle Mitglieder – und die es gerne werden wollen – ansprechbar sind. Unsere E-Mail-Adressen und Telefonnummern ersehen Sie wie immer auf Seite 3 eines jeden Morbus-Bechterew-Journals.

Von links nach rechts: Martina IRRGANG, Karl STUTZKI, Peter KONCET, Manfred STEMMER, Rüdiger SCHMIDT, Peter DE BEYER, Lautta HAWLITSCHEK und Peter HIPPE
Von links nach rechts: Martina IRRGANG, Karl STUTZKI, Peter KONCET, Manfred STEMMER, Rüdiger SCHMIDT, Peter DE BEYER, Lautta HAWLITSCHEK und Peter HIPPE