Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 140 (März 2015)

Zweites Forumtreffen in Göttingen

Von Ina Ruddat, Langenwetzdorf, Vogtland (Thüringen)

Im Morbus-Bechterew-Journal 135, S. 33–34 wurde über ein erstes Treffen von Forumsteilnehmern im Oktober 2013 berichtet. Um die Kontakte und die Kenntnisse über Morbus Bechterew und die DVMB zu vertiefen, fand nun ein zweites Seminar statt. Die im Forum üblichen „Nicknamen“ wurden auch hier verwendet (Anmerkung der Redaktion).

Vom 10. bis 12. Oktober 2014 fand unser zweites Treffen in Göttingen statt. Die Vorfreude war schon im Voraus im Forum zu lesen und zu spüren. Am Freitag war für alle gegen 15 Uhr Anreise, und sofort kam die super Stimmung vom Vorjahr wieder auf, ganz so, als wäre kein Jahr dazwischen vergangen. Um 17 Uhr begann die offizielle Begrüßung durch Ludwig Hammel, anschließend sein Bericht über die DVMB und die aktuelle Situation sowie ein Vortrag über die „Wünsche des Patienten“ gegenüber den Beteiligten im Gesundheitswesen. Der Abend fand seinen Ausklang nach dem Abendessen in der Hotellobby, wo viele interessante Gespräche aufkamen und die etwas reservierte Bedienung ganz schön gefordert wurde.

Prof. Dr. Herbert Kellner
Prof. Dr. Herbert Kellner

Am Samstag begann „Ulmka“ die Gesprächsrunde mit einem Bericht rund um das Forum und die einzelnen Themengruppen. Sie ist die „Mutter des Forums“ und hat schon viele Mitglieder durch schwere Zeiten begleitet. Ulmka ist sehr wichtig für uns alle, da sie immer ein offenes Ohr hat und mit ihrem erstaunlichen Wissen fast jedem weiterhelfen kann. Nach einer kurzen Bewegungspause berichtete „Tenorchris“ über seine Arbeit als Admin und seine Pläne für die notwendige Umstellung des Forums. Hauptdiskussionspunkt war aber das Verlinken von Texten und dessen Folgen. Leider bekommt die DVMB immer wieder Abmahnungen, weil sich einzelne nicht an die Forumsbedingungen halten wollen, obwohl oft darauf hingewiesen wird. Dann kam Frau Dr. Gudrun Lind-Albrecht an die Reihe. Sie ist eine Ärztin, wie sie sich wohl jeder wünscht. So kam es bei ihrem Referat über Ernährung nicht zum erhobenen Zeigefinger, sondern zu vielen lustigen Situationen. Ihre Hauptaussage war aber zu jeder Zeit, dass man sich nichts verbieten muss, sondern dass man einfach auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung achten sollte. Das beruhigte uns dann doch alle, da im Forum die skurrilsten Diäten und Genussverbote heiß diskutiert werden.
Das nächste Thema, noch einmal mit Frau Dr. Lind- Albrecht, sollte um Schwangerschaft gehen. Sie hat es kurzerhand in „Fortpflanzung und Brutpflege“ umgetauft, und so kam es auch in dieser Runde immer wieder zu heiteren Situationen. Obwohl wir nur eine werdende Mama dabei hatten, sind wir alle dabei geblieben und mussten einmal mehr feststellen, dass es auch für uns viel Neues zu erfahren gab. Nicht zuletzt ging es hierbei um die Zumutbarkeit gegenüber dem eigenen Ich, den Medikamenten, der Erschöpfung und den Einschränkungen innerhalb der Familien.
Den Nachmittag hatte „Aorta“ organisiert. Er führte uns zu einer spannenden Führung in die Sternwarte. Da wir Bechtis uns ja immer bewegen wollen und sollen, wanderten wir die Strecke natürlich, nicht ohne auf dem Rückweg bei einer Tasse Kaffee zu rasten.
Zurück im Hotel ging es nach dem Abendessen wieder an die Bar. An diesem Abend war die Bedienung wirklich super und so wurde es wieder ein sehr langer und lustiger Abend.
Und schon war der Sonntag da, und Professor Herbert Kellner, den wir schon aus dem vorigen Jahr kannten, beantwortete uns fast drei Stunden unsere vielen Fragen und schilderte seine Arbeit mit den Patienten aus der Sicht des Arztes. Er ermunterte uns immer wieder, unsere Krankheit nach außen zu tragen, damit auch die Politik begreift, dass noch vieles für uns getan werden muss.
Ich möchte mich auf diesem Weg im Namen aller Teilnehmer ganz herzlich bei Ludwig Hammel und der DVMB bedanken.
Anschrift der Verfasserin:  Hauptstr. 49, 07957 Langenwetzdorf