Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 142 (September 2015)

DVMB-Forschungspreis 2015 für Grundlagen der Magnetresonanztomographie
bei Morbus Bechterew

von Prof. Dr. rer. nat. Ernst Feldtkeller, München,
Vorsitzender des Kuratoriums für den DVMB-Forschungspreis 2015

Das Kuratorium für den DVMB-Forschungspreises 2015 bei seiner Sitzung am 15. April 2015 in Frankfurt am Main (von links nach rechts): Prof. Dr. Stefan Rehart, Prof. Dr. Ernst Feldtkeller, Prof. Dr. Edward Senn, Dr. Uwe Schwokowski, Prof. Dr. Martin Rudwa
Das Kuratorium für den DVMB-Forschungspreises 2015 bei seiner Sitzung am 15. April 2015 in Frankfurt am Main (von links nach rechts): Prof. Dr. Stefan Rehart, Prof. Dr. Ernst Feldtkeller, Prof. Dr. Edward Senn, Dr. Uwe Schwokowski, Prof. Dr. Martin Rudwaleit, Privatdozent Dr. Lothar Krause und Dr. Heinrich Böhm.

Zum 11. Mal hat die DVMB den DVMB-Forschungspreis für „die beste wissenschaftliche Arbeit aus dem deutschen Sprachraum auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)“ ausgeschrieben. Gemäß den Preis-Statuten wurde ein Kuratorium aus namhaften Wissenschaftlern gebildet, das die Aufgabe hatte, die eingegangenen Arbeiten zu bewerten. Dem Kuratorium gehörten diesmal folgende Mitglieder an:

  • Dr. med. Heinrich BÖHM, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie in Bad Berka, Ärztlicher Berater der DVMB,
  • Prof. Dr. Ernst FELDTKELLER, München, wissenschaftliche Redaktion Morbus-Bechterew-Journal,
  • Privatdozent Dr. med. Lothar KRAUSE, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde im Städtischen Klinikum Dessau, Ärztlicher Berater der DVMB,
  • Prof. Dr. med. Stefan REHART, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Markus-Krankenhaus Frankfurt am Main, Ärztlicher Berater der DVMB,
  • Prof. Dr. med. Martin RUDWALEIT, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie, KlinikumBielefeld Rosenhöhe, Ärztlicher Berater der DVMB,
  • Dr. med. Uwe SCHWOKOWSKI, Facharzt für Orthopädie in Ratzeburg, Ärztlicher Berater der DVMB, und
  • Prof. Dr. med. Edward SENN, München.

Das Kuratorium beschloss bei seiner Sitzung am 15. April 2015 in Frankfurt am Main, den Forschungspreis zu vergeben an

Privatdozent Dr. med. Kay-Geert Hermann, Institut für Radiologie, Charité Universitätsmedizin Berlin

für seine Arbeit

„Magnetresonanztomographie der Wirbelsäule – Differenzierung entzündlicher und degenerativer Befunde“

Das Preisgeld von 5000 € wurde wie in den vergangenen Jahren gestiftet von der Abbvie Deutschland GmbH & Co. KG in Wiesbaden. Wir danken dem Sponsor für diese großzügige Unterstützung.
Kay-Geert HERMANN (geboren 1972 in Dresden) studierte von 1992 bis 1998 Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin, promovierte mit einer Arbeit zur rheumatoiden Arthritis und habilitierte sich 2010 im Fach „Diagnostische Radiologie“.
Er ist Verfasser oder Mitverfasser von mehr als 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. 2011 wurde er mit dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft ausgezeichnet und 2014 mit dem Felix-Wachsmann-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft.
In seinen Beiträgen zur Spondyloarthritis-Diagnostik befasste er sich mit der Notwendigkeit bestimmter Magnetresonanztomographie-Sequenzen mit oder ohne Gabe von Kontrastmitteln1 zur Detektion von Entzündungen an der Wirbelsäule, mit der Untersuchung von Sehnenansatz-Entzündungen, mit der Standardisierung radiologischer Untersuchungsverfahren und der Definition eines „positiven“ Magnetresonanztomographie-Befunds der Kreuzdarmbeingelenke. Diese Definition spielt eine wichtige Rolle in den ASAS-Klassifikationskriterien2 der axialen Spondyloarthritis.
In der mit dem DVMB-Forschungspreis ausgezeichneten Arbeit fasst der Wissenschaftler seine Forschungsergebnisse zur Diagnose entzündlicher und nicht-entzündlicher Wirbelsäulenerkrankungen zusammen und gibt einen guten Überblick über die dabei zum Einsatz kommenden bildgebenden Verfahren.
Die DVMB würdigt mit der Verleihung des ForschungsForschungspreises die richtungsweisenden Beiträge von Dr. Hermann zur Diagnostik und Verlaufskontrolle der Spondyloarthritiden einschließlich des Morbus Bechterew.
Der folgende Artikel ist eine patientenverständliche Fassung der prämierten Arbeit.
Da die diesjährige DVMB-Delegiertenversammlung leider gleichzeitig mit dem Europäischen Rheumatologenkongress 2015 in Rom stattfand, bei der der Preisträger einen Kurs zur Magnetresonanztomographie abhielt, konnte der Preis nicht wie üblich bei der Delegiertenversammlung übergeben werden. Die Übergabe wird demnächst bei passender Gelegenheit nachgeholt.

1) MBJ Nr. 109 S. 17
2) MBJ Nr. 117 S. 39–40, Nr. Nr. 137 S. 23, DVMB-Schriftenreihe Heft 13