Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 144 (März 2016)

Geringeres Ansprechen auf TNF-alpha-Blocker bei Rauchern mit axialer Spondyloarthritis

Von Privatdozent Dr. Adrian Ciurea, Dr. Almut Scherer, Dr. Ulrich Weber, Dr. Pascale Exer, Dr. Jürg Bernhard, Dr. Giorgio Tamborrini, Myriam Riek, Rüdiger B. Müller, Dr. Bettina Weiss, Michael J. Nissen, Prof. Dr. Rudolf Kissling, Prof. Dr. Beat A. Michel und Privatdozent Dr. Axel Finckh aus Zürich, Basel, Solothurn, St. Gallen und Genf (Schweiz) sowie Gråsten (Dänemark)

Für die Originalarbeit, die dieser Patientenversion zugrundeliegt, erhielt der erstgenannte Verfasser den Forschungspreis der Schweizerischen Bechterew-Stiftung.    Anmerkung der Redaktion

Einleitung

Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie1 beschleunigt Rauchen nicht nur das Fortschreiten der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew). Auch der Ausbruch einer ankylosierenden Spondylitis ist bei Rauchern häufiger. Nach weiteren Studien haben Raucher mit einer axialen Spondyloarthritis2 (Morbus Bechterew oder nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis) im Mittel eine höhere Krankheitsaktivität als Nichtraucher.3 In einer neuen Studie mit vielen Teilnehmern untersuchten wir, wie gut Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern mit einer axialen Spondyloarthritis auf die Behandlung mit einem TNF-alpha-Blocker ansprechen.
In die Studie eingeschlossen wurden Patienten, die nach dem Urteil des behandelnden Rheumatologen entweder einen Morbus Bechterew oder eine andere Spondyloarthritis mit vorherrschender Wirbelsäulenbeteiligung haben und vorher noch nicht mit einem TNF-alpha-Blocker behandelt worden waren.

Studienergebnisse

Von den 698 teilnehmenden Spondyloarthritis-Patienten (38% Raucher, 24% ehemalige Raucher, 38% Nichtraucher) wurde bei 247 eine Behandlung mit Adalimumab begonnen, bei 216 eine Behandlung mit Etanercept, bei 169 eine Behandlung mit Infliximab, bei 64 eine Behandlung mit Golimumab und bei 2 eine Behandlung mit Certolizumabpegol. In der mittleren Krankheitsaktivität (BASDAI, ASDAS, CRP) gab es zu Beginn der Behandlung keine signifikanten Unterschiede zwischen den Rauchern, ehemaligen Rauchern und Nichtrauchern.

1) MBJ Nr. 140 S. 14
2) MBJ Nr. 100 S. 7, Nr. 106 S. 5–8, Nr. 117 S. 4–6 und S. 39–40, Nr. 123 S. 5, Nr. 129 S. 36–37, Nr. 132 S. 5–6, Nr. 140 S. 6–8
3) MBJ Nr. 103 S. 8–9, Nr. 129 S. 17–18

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