Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 145 (Juni 2016)

10 Empfehlungen für die Krankengymnastik bei Morbus Bechterew

Von Janet Millner, John Barron, Kirsty Beinke, Rachael Butterworth, Briony Chasle, Lindsay Dutton, Margaret Lewington,
Errol Lim, Tony Morley, Jennie O’Reilly, Kathryn Pickering, Dr. Tania Winzenberg und Dr. Jane Zochling, Australien

Traditionsgemäß wird die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) mit einer Kombination aus Medikamenten und Krankengymnastik behandelt. Krankengymnastik ist bei Morbus Bechterew wirksamer als bei anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen. Obwohl Krankengymnastik in allen einschlägigen Anleitungen empfohlen wird, fehlt es an praktischen Informationen für ihre Planung. Am häufigsten stehen dabei Bewegungsübungen im Vordergrund, während andere Aspekte wie Muskelstärkung, Gleichgewichts- oder Atemübungen weniger Beachtung finden, obwohl der Morbus Bechterew auch diese Funktionen beeinträchtigen kann. Auch über die empfohlene Häufigkeit, Intensität und Dauer gibt es kaum Aussagen. Dazu kommt die Versuchung, neben den heute verfügbaren Medikamenten die Krankengymnastik zu vernachlässigen.
Die Aufgabe, für eine Person oder eine Gruppe mit Morbus Bechterew ein optimal wirksames Übungsprogramm zusammenzustellen, stellt eine große Herausforderung dar. Ziel unseres Projekts war deshalb, spezifische Empfehlungen zu entwickeln, vor allem für im Gesundheitssystem Tätige, aber auch für Patienten mit Morbus Bechterew, die detaillierte Informationen für Übungen zur Eigenbehandlung suchen.

Vorgehensweise

Unsere Arbeitsgruppe bestand aus 11 australischen Physiotherapeuten mit Erfahrung in der Morbus-Bechterew-Therapie und einer Rheumatologin. Die Mitglieder dieser Gruppe schlugen unabhängig voneinander 10 Punkte vor, die in ihrer Praxis von Bedeutung sind. Die Punkte betrafen die Aspekte

  • Befunderhebung, Verlaufsbeobachtung,
  • Therapiesicherheit,
  • Krankheitsbehandlung insgesamt,
  • Morbus-Bechterew-spezifische Übungen,
  • Körperliche Aktivität,
  • Körperliche Aktivität,
  • Dosierung (Häufigkeit, Dauer, Intensität),
  • Regelmäßigkeit und Einstellung.

Berücksichtigt wurde die Wirkung auf die Schmerzen, die Krankheitsaktivität, die Wirbelsäulenbeweglichkeit (Halsbeweglichkeit, Finger-Boden-Abstand, Atembreite, Schober) und die Behinderung.

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