Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 145 (Juni 2016)

Wechsel in der Leitung der Rheumatologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. Joachim Sieper
Prof. Dr. Joachim Sieper

Prof. Dr. Joachim SIEPER, dem die Rheumaforschung in Berlin ihr weltweites Renommee insbesondere im Bereich entzündlicher Wirbelsäulenerkrankungen verdankt, trat im April 2016 in den Ruhestand.
Prof. Joachim Sieper war an allen wesentlichen therapeutischen Studien beteiligt, die entweder zur Zulassung neuer wirksamer Medikamente geführt haben oder zum Verlassen bestimmter Therapien, die sich als nicht wirksam zur Behandlung der axialen Spondyloarthritis herausstellten. Darüber hinaus leistete Prof. Sieper wichtige Beiträge zur Aufklärung der Krankheitsentstehung sowie zur Frühdiagnose und Frühtherapie.
Prof. Dr. Ulf MÜLLER-LADNER, derzeit Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, prägte bei der Verabschiedung den Satz: „Joachim Sieper ist eine Institution in der Rheumatologie“ und fügte hinzu: „Wir verdanken ihm entscheidende Fortschritte, die insbesondere Patienten mit entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen zugute kommen.“ Prof. Sieper erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. auch den Forschungspreis der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew.

Prof. Dr. Denis Poddubnyy
Prof. Dr. Denis Poddubnyy

Seit April 2016 leitet Prof. Dr. Denis PODDUBNYY die Rheumatologie an der Medizinischen Klinik I der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Prof. Poddubnyy, geboren 1980, hat in Saratow, Russland, studiert und ist seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Sieper. Er ist seit 2014 Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie und hat sich 2014 mit einer Arbeit zu entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen habilitiert. Er ist ebenfalls Träger des Forschungspreises der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew.
Prof. Poddubnyy will auch in Zukunft den Forschungsschwerpunkt der Klinik auf die entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen legen und sich dabei insbesondere der Frage widmen, welche Faktoren die Wirbelsäulenschäden, die bei diesen Erkrankungen auftreten, auslösen und wie man diese Zerstörung möglichst aufhalten kann. Darüber hinaus gilt sein Interesse der Verbesserung der Frühdiagnostik und der weiteren Optimierung der Therapie.
Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew gratuliert Prof. Sieper zum „Unruhestand“, da wir nicht glauben, dass er nicht weiter aktiv sein wird. Erste Anzeichen hierzu gibt es bereits
Herrn Prof. Poddubnyy wünschen wir eine erfolgreiche Arbeit in der Leitung der Abteilung. Wir hoffen, dass es ihm gelingt, das weltweite Renommee, welches Prof. Sieper aufgebaut hat, zu erweitern und zu mehren. Wir wünschen uns – ganz uneigennützig – dass er auch die Zeit findet, ein offenes Ohr für die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew zu haben. Wir wünschen beiden für die Zukunft nur das Allerbeste.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie