Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 146 (September 2016)

Morbus Bechterew auf der anderen Seite des Globus

von Yan Yishu, Medizin-Student an der Universität in Zheng Zhou, China

Ich heiße Yan Yishu und bin 21 Jahre alt. Ich studiere im 3. Jahr Medizin mit dem Schwerpunkt Traditionelle Chinesische Medizin in Zheng Zhou in der Provinz Henan (Zentral-China), der Geburtsstätte der Traditionellen Chinesischen Medizin und der im buddhistischen Shaolin-Kloster am Berg Song Shan entstandenen Kampfkunst-Arten, die unter der Bezeichnung „Shaolin Kung Fu“ zusammengefasst werden.
Ich möchte Ihnen berichten, wie ich mit meinem Morbus Bechterew zurechtkomme mit intensiven Bewegungsübungen und wie ich mein Sportlerleben trotz der Krankheit verbessern konnte. Ich möchte meine Erfahrungen und mein Glücklichsein mit Ihnen teilen.

Erste Morbus-Bechterew-Beschwerden mit 15 Jahren

Ich hatte eine glückliche Kindheit. Als Schüler liebte ich Schwimmen und Fußballspielen. 2005, als ich 15 Jahre alt war, habe ich mich beim Fußballspielen am Bein verletzt. Ich dachte an einen gezerrten Muskel, aber im Laufe eines Monats wurde es immer schlimmer, obwohl ich mich mit Physiotherapie behandeln ließ. Mein rechtes Hüftgelenk schwoll an und wurde extrem schmerzhaft.
Ein Jahr später wurde in der Universitätsklinik von Peking die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) diagnostiziert. Ich wurde in viele große Kliniken überall in China geschickt. Der Aufenthalt in großen Kliniken war mit Höhen und Tiefen verbunden. Da der Morbus Bechterew hier nicht so häufig ist wie in Europa, musste ich manchmal allein in eine andere Stadt fliegen, um dort einen Arzt aufzusuchen. Als ich aus dem Flugzeug ausstieg, konnte ich nicht gehen und musste einen vom Flughafen zur Verfügung gestellten Rollstuhl benutzen.

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