Aus dem Morbus-Bechterew-Journal Nr. 149 (Juni 2017)

Die DVMB-Beiratssitzung 2017 in Nürnberg

von Peter Koncet, Mitglied des DVMB-Bundesvorstands und der Redaktion Morbus-Bechterew-Journal

Nürnberg war wieder einmal das Ziel der Vertreter der DVMB-Landesverbände zu ihrer turnusmäßigen Beiratssitzung. Die lebendige Großstadt Nürnberg ist mit ihrem mittelalterlichen Flair und einem reichen Angebot an Kunst und Kultur allemal einen wiederholten Besuch wert. Der Gastgebende Landesverband Bayern ließ er sich nicht nehmen, die Vertreter der übrigen Landesverbände in einer abendlichen Stadtführung die geschichtsträchtige Stadt ein wenig näher zu bringen. Im originalgetreuen Gewand ließ ein „Zeitzeuge“ mit Geschichte und Geschichten aus dem Mittelalter die Stadt wieder lebendig werden.

Im passenden Ambiente ließ der Bundesverband anschließend im „Spießgesellen“ das Abendbrot servieren. Apropos Spießgesellen. Diesen Begriff benutzt man heute abwertend für Personen, die ihre gemeinsamen Ziele auf wenig ehrenvolle Art verfolgen, im totalen Gegensatz zu den Vertretern der DVMB-Landesverbände und des Bundesverbandes, die auf der alljährlichen Beiratssitzung möglichst viel Gemeinsames erreichen wollen. Hier geht man keiner kontroversen Diskussion aus dem Weg, um neue Wege zu gehen.
Eine der zentralen satzungsgemäßen Aufgaben des Beirats ist es, über Ehrungsanträge aus dem Verband zu befinden. Alle Anträge aus den Landesverbänden und des Bundesverbands fanden eine große Mehrheit. Die Ehrungen der verdienten Personen werden auf der kommenden Bundesdelegiertenversammlung im Juni in Göttingen vorgenommen.

Die Geschäftsstelle informierte u.a. über die Besonderheiten der erleichterten Langzeitverordnung bei der Krankengymnastik.  Weiter verweist sie darauf, dass neben der üblichen Gruppengymnastik durchaus andere Sportarten und Bewegungsformen für Morbus-Bechterew-Betroffene angeboten werden können. Hier stehen Yoga, Tai Chi, aber auch Tanzen und Nordic Walking im Focus.
Die Fachschaften der Jungen Bechterewler und des Frauennetzwerks berichteten über ihre Aktivitäten des vergangenen Jahres und gaben Ausblicke auf künftige Vorhaben. Das Netzwerk Öffentlichkeitsarbeit stellte den Teilnehmern neue hilfreiche Flyer zum Thema „Nordic Walking“, „5 Schritte zum Funktionstraining/Reha-Sport“ und eine „Checkliste – 7 Tipps für den Facharztbesuch“ vor. Bei Bedarf überarbeitet der LV Niedersachsen für die anderen Landesverbände die von ihm erstellten Vorlagen in eine druckfähige Datei zur Weitergabe an eine Druckerei.
Überrascht hat die Auskunft aus den Landesverbänden, dass die Betreuung und Versorgung mit Informationsmaterial in einzelnen Rehakliniken gut läuft. Dennoch müssen vor allem die ortsnahen Gruppen in diesem Punkt sich deutlich mehr engagieren. Hier besteht eine gute Chance, neue Mitglieder zu gewinnen, denn gerade hier werden frisch Diagnostizierte für uns sichtbar.
Eine weitere positive Feststellung wurde auf dem Treffen augenscheinlich: Galt es lange, dass in Führungspositionen der Landesvorstände keine geeigneten Mitstreiter gefunden wurden, so erstaunte doch die relativ hohe Zahl gerade (relativ) jüngerer Vorstandsmitglieder, die an dem Treffen teilnahmen.