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Heilmittelverordnung

Die Heilmittelrichtlinien regeln die Versorgung der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung mit Heilmitteln im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung. Vor der Verordnung von Heilmitteln muss sich der Arzt unter Einbezug entsprechender Diagnostik vom Zustand des Patienten überzeugen und diesen dokumentieren. Dies gilt auch für Folgeverordnungen. Eine Genehmigung der Verordnung durch die Krankenkasse ist nicht erforderlich. Die Richtlinien gehen davon aus, dass im Regelfall mit der Gesamtverordnung die Therapieziele erreicht werden. Für Morbus-Bechterew-Patienten sieht die Heilmittelverordnung Krankengymnastik und manuelle Therapie mit einer Behandlungsdauer von 6 bis 18 Einheiten vor. Erst nach einem behandlungsfreien Intervall von 12 Wochen können neue Erkrankungsphasen einen neuen Regelfall auslösen.

Verordnungen außerhalb des Regelfalls

Die Heilmittelrichtlinien tragen auch der Tatsache Rechnung, dass Therapieziele im individuellen Einzelfall manchmal nur durch zusätzliche Verordnungen erreicht werden können. Für solche Fälle gilt: Lässt sich das Therapieziel nicht erreichen mit der im Katalog vorgegebenen Gesamtverordnungsmenge an Heilmitteln, sind weitere Verordnungen außerhalb des Regelfalls (insbesondere Längerfristige Verordnungen) möglich.
Aktuelle Rechtslage

Hilfe

Hilfe zur Alltagsbewältigung oder mit dem Umgang der Erkrankung finden immer in der DVMB. Sei es im Bundes- oder Landesverband, in der örtlichen Gruppe oder im Gespräch mit einem betroffenen Mitglied.

HLA-B27

So wie sich die Blutgruppen (A,B oder 0) der Menschen an der Oberfläche der roten Blutkörperchen unterscheiden, sitzt das Antigen HLA-B27 als ein Eiweißmolekül an der Oberfläche von weißen Blutkörperchen bestimmter Personen. Etwa 8% der Mitteleuropäer sind Träger dieses Human Leukozyten Antigens und 0,5-1% dieser Bevölkerung erkrankt an MB/SpA. Da ca. 90% aller MB/SpA-Erkrankte Träger dieses Merkmales ist, ist dies im Zusammenhang für die Diagnose wichtig. Man kennt jedoch nicht den Wirkmechanismus, wie das Antigen HLA-B27 zur Veranlagung für MB/SpA beiträgt.

 

 

Bei der DVMB erhalten Sie als Mitglied nicht nur weitere umfangreiche Informationen zum Krankheitsbild Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans, sondern auch, besonders in unseren örtlichen Gruppen, einen Erfahrungsaustausch Gleichbetroffener, die viele Tipps zur Alltagsbewältigung haben.