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morbus bechterew – beratung, betreuung, behandlung

Herausgegeben von Prof. Dr. Albrecht Falkenbach
Springer-Verlag Wien New York 2004,
ISBN 3-211-00808-X, 913 Seiten
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Buchdeckel von morbus bechterew – beratung, betreuung, behandlung

Jetzt gibt es ein Buch über den Morbus Bechterew, das der Bedeutung dieser Krankheit wirklich gerecht wird. Es ist mehr als 900 Seiten dick und wiegt fast 2 Kilogramm. Herausgeber ist Prof. Dr. Albrecht FALKENBACH, bis vor kurzem Chefarzt des Gasteiner Heilstollens (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 99 S. 26), der dort in den vergangenen 10 Jahren sehr viele Morbus-Bechterew-Patienten gesehen hat.
Als mich Prof. Falkenbuch bat, an zwei Kapiteln dieses Buchs mitzuarbeiten, fragte ich zunächst: „Wozu denn noch ein Buch über den Morbus Bechterew? Das gibt es doch schon.“ Das Ergebnis gibt ihm recht: Es gibt nichts Vergleichbares.
Das Buch ist für Ärzte geschrieben, die ihre Patienten mit Morbus Bechterew kompetent beraten und behandeln wollen. Vorwiegendes Ziel des Buchs ist es deshalb, dem Arzt eindeutige Antworten auf die vielen Fragen zu geben, die sich bei der Betreuung eines Patienten mit Morbus Bechterew ergeben können. Es beschränkt sich dabei nicht auf Forschungsergebnisse, sondern gibt auch Ratschläge, wo eindeutige Forschungsergebnisse noch nicht vorliegen.
79 Verfasser haben mit ihren Erfahrungen zu dem Buch beigetragen. Das Buch beginnt mit Kapiteln über das Krankheitsbild, die vermuteten Krankheitsursachen, die Diagnosemethoden und die häufigsten Krankheitsverläufe. Es folgen Begleiterkrankungen an Augen, Schleimhäuten, Verdauungsorganen, Atemorganen, Herz, Nieren und Nerven aus Sicht der jeweils zuständigen Fachdisziplinen. Eigene Kapitel sind den Besonderheiten der Krankheit bei jungen und alten Patienten und bei Frauen gewidmet. Der Teil des Buchs über Behandlungsverfahren gliedert sich in Kapitel über Medikamente, strahlentherapeutische, physiotherapeutische und kurmedizinische Verfahren und verschiedene unkonventionelle Behandlungsmethoden. Es folgt die Notfallbehandlung beim Morbus Bechterew (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 99 S. 26–27) und die verschiedenen chirurgischen Behandlungen, die bei dieser Krankheit notwenig werden können. Nicht zu kurz kommt auch die Patientenberatung zu den Themen Ernährung, Psyche, Sexualität, Beruf und Rehabilitation. Kapitel über die Patientenorganisationen und die soziale Beratung haben der DVMB-Vorsitzende Franz GADENZ und der DVMB-Geschäftsführer Ludwig HAMMEL beigesteuert.
Das Buch ist relativ verständlich geschrieben und dadurch auch für Patienten interessant. Ein ausführliches Stichwortregister macht es zu einem wertvollen Nachschlagewerk und ermöglicht es z.B., zu vergleichen, was der Neurologe, der Kardiologe und der Pharmakologe zum Thema Schwindel bei Morbus Bechterew zu sagen haben. Besonders interessant sind die 10 praxisnahen Fragen und Antworten am Ende jedes Kapitels. Die 550 gesammelten Fragen und Antworten machen allein schon das Buch sehr lesenswert.

Prof. Dr. Ernst Feldtkeller