Literatur-Angebote der DVMB

Spondylitis ankylosans

Herausgegeben von Prof. Dr. med. Jürgen Braun und Prof. Dr. med. Joachim Sieper
UNI-MED Verlag AG, Bremen 2002, ISBN 3-89599-666-1, 204 Seiten.
Dieses können Sie nicht mehr bei der DVMB-Geschäftsstelle bestellen.

Buchdeckel von Spondylitis ankylosans

Wer über die Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) mehr wissen will, als im DVMB-Leitfaden oder in dem Patientenbuch von Schmied und Baumberger steht, der war bisher angewiesen auf das im Jahre 1982 erschienene Buch „Ankylosierende Spondylitis“ von P. W. Hartl oder auf Bücher in englischer Sprache. Inzwischen gibt es über unsere Krankheit so viele neue Forschungsergebnisse, dass es an der Zeit war, diese in einem neuen Buch mit zu berücksichtigen.
Die beiden Herausgeber, die durch ihre eigenen Forschungsergebnisse international anerkannt sind und dafür im Jahre 2000 den Carol-Nachman-Preis erhielten (siehe Bechterew-Brief Nr. 81 S. 6-7) und Professor Braun schon 1996 den Forschungspreis der DVMB (siehe Bechterew-Brief Nr. 67 S. 3–6), haben nun 38 Morbus-Bechterew-Spezialisten aus aller Welt dafür gewonnen, ihr profundes Wissen zu einem neuen Buch zusammenzutragen. Daraus ist ein Werk entstanden, in dem sich Ärzte und sonstige im Gesundheitswesen Tätige eingehend über den neuesten Stand bezüglich aller Aspekte unserer Krankheit informieren können. Das Buch ist so verständlich geschrieben, dass auch viele interessierte Patienten großen Nutzen daraus ziehen werden.
Das Buch geht nicht nur auf die neuesten Erkenntnisse zur Krankheitsentstehung, auf Diagnose und Therapie, auf Aspekte des Krankheitsverlaufs und auf häufige Begleiterkrankungen ein, sondern auch auf das Patientenverhalten und die Rolle der Patientenorganisationen bei der Krankheitsbewältigung. Jedes Kapitel enthält eine Liste wissenschaftlicher Originalarbeiten zum jeweiligen Thema.
Das Buch, das Sie mit dem ausdruckbaren Bestellzettel bei der DVMB-Geschäftsstelle bestellen können, ist allen Lesern sehr zu empfehlen, die an fundierter Information über die Spondylitis ankylosans interessiert sind und die sich von wissenschaftlichen Formulierungen nicht abschrecken lassen.
Ein Schwachpunkt sei allerdings noch kurz angemerkt: Im alphabetischen Register fehlen wichtige im Buch behandelte Stichworte, weitere sind nur als Unterbegriff unter „Spondylitis ankylosans“ eingeordnet. Das erschwert erheblich das Nachschlagen. Dies hätte bei einem so guten Buch nicht passieren dürfen.

Prof. Dr. Ernst Feldtkeller, München