Forschungspreis

Zu den erklärten Zielen der DVMB gehört es, die wissenschaftliche Erforschung des Morbus Bechterew und verwandter entzündlicher Wirbelsäulenerkrankungen, ihrer Ursache und ihrer Behandlung zu fördern und Betroffene sowie die Öffentlichkeit über die Forschungsergebnisse zu informieren. Zur Umsetzung dieser Ziele schreibt die DVMB regelmäßig einen Forschungspreis aus.

Nach den Statuten für den Preis wird der Forschungspreis "für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandten Krankheiten (Spondyloarthitiden)" vergeben, die entweder noch nicht veröffentlicht ist oder seit dem Bewerbungstermin für den vorhergehenden Preis veröffentlicht wurde. Wenn im deutschen Sprachraum entstandene englischsprachige Arbeiten eingereicht werden, ist ihnen eine deutschsprachige Zusammenfassung beizufügen. Die für den Preis eingereichten Arbeiten können klinische, pathologische, experimentelle, soziale, historische und philosophische Aspekte betreffen, nicht jedoch die Entwicklung oder Erprobung industrieller Produkte.

Die Ausschreibung wird in einschlägigen wissenschaftlichen Zeitschriften der Rheumatologie, durch Plakate in einschlägigen Forschungsstätten und im Internet bekannt gemacht. Verfasser einer in Frage kommenden Arbeit können sich entweder selbst um den Preis bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden.

Über die Preisvergabe entscheidet ein Kuratorium aus kompetenten Wissenschaftlern, die von der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. berufen werden. Die Verleihung des Preises erfolgt anlässlich einer Delegiertenversammlung der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew.

Das Preisgeld stiftete in den vergangenen Jahren jeweils ein Hersteller pharmazeutischer Produkte. Wir danken den Stiftern für diese großzügige Unterstützung.

Bitte fordern Sie die Ausschreibung in der Geschäftsstelle unter dvmb(at)bechterew.de an.

Die Arbeiten sind bis zum 1. Februar eines Jahres in achtfacher Ausfertigung einzureichen.

Dotierung mit 7.500 EUR

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. schreibt für das Jahr 2020 wiederum einen Preis für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandten Krankheiten (Spondyloarthritiden) aus. Verfasser einer in Frage kommenden Arbeit können sich entweder selbst um den Preis bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden. In Frage kommen wissenschaftliche Veröffentlichungen oder noch nicht veröffentlichte Arbeiten.
Die Arbeit kann medizinische und Forschungser-gebnisse anderer wissenschaftlicher Disziplinen zum Thema Spondyloarthritiden betreffen, nicht jedoch die Entwicklung oder Erprobung industrieller Produkte.

Einsendeschluss: 1. Februar 2020

Ausschreibungsunterlagen erhalten Sie bei: Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. Metzgergasse 16, 97421 Schweinfurt, dvmb(at)bechterew.de    

Wir danken der AbbVie GmbH & Co. KG, Wiesbaden, für die freundliche Unterstützung.

 

JahrPreisträger (Akademische Titel und Institution zum Zeitpunkt der Preisverleihung)Titel der prämierten Arbeit
1991 Prof. Dr. med. Heinz-Jürgen Lakomek, Klinikum Minden
"Bechterew-Preis", zuerkannt durch die Morbus Bechterew-Hilfe e.V., Kleve, die 1991 ihr Vermögen auf die DVMB übertrug
Untersuchungen zur Identifikation weiterer Autoantikörper im Serum von Patienten mit einer Spondylitis ankylosans bzw undifferenzierter Spondylarthropathie 
(Bechterew-Brief Nr. 45, S. 45-47 und Nr. 48, S. 3-6)
1993Priv.-Doz. Dr. med. Elisabeth Hermann, Universität Mainz Antibakterielle und autoreaktive Effektormechanismen
CD4-positiver, CD8-positiver und gamma-delta-TCR-positiver Lymphozyten in der Immunpathogenese HLA-B27-assoziierter Spondylarthritiden
(siehe Bechterew-Brief Nr. 55, S. 3-6 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Nr. 56, S. 3-7)
1996Priv.-Doz. Dr. med. Jürgen Braun, Freie Universität Berlin Klinische und experimentelle Untersuchungen zur Diagnostik und Pathogenese der Spondylarthropathien
(siehe Bechterew-Brief Nr. 65, S. 7-10 und Nr. 67, S. 3-6 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums)
1996Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Eich, Universität HeidelbergSubjektives Krankheitserleben und Selbstwertregulation bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew)
(siehe Bechterew-Brief Nr. 67, S. 3-6 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Nr. 70, S. 29)
1998Dr. med. Thomas Höhler, Universität MainzDie Spondylitis ankylosans jenseits von HLA-B27 - Eine immungenetische Untersuchung zur Bedeutung anderer MHC-kodierter Gene und des T-Zellrezeptor-Repertoires in der Krankheitspathogenese
(siehe Bechterew-Brief Nr. 75, S. 3-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums  sowie Nr. 76, S. 3-6)
2000Dr. med. Jens G. Kuipers, Medizinische Hochschule, Hannover Pathogenetisch relevante Funktionen von HLA-B27 bei der Spondylitis ankylosans: Die Spezifität der Transporter-assoziiert-mit-Antigen-Prozessierung (TAP) und die Rolle von HLA-B27 als infektionsmodulierendem Molekül
(siehe Bechterew-Brief Nr. 82, S. 5-13 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums)
2002Dr. med. Inge Ehlebracht-König, Rehazentrum Bad EilsenEvaluation eines Schulungsprogramms für Patienten mit Spondylitis ankylosans
(siehe Bechterew-Brief Nr. 90, S. 5-7 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Bechterew-Brief Nr. 92, S. 3-12)
2004Dr. rer. nat. Maria Diedrichs-Möhring, Universität MünchenImmunmodulatorisches Peptid aus HLA-B27 und sein Einfluss auf Autoimmunerkrankungen
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 7-9)
2004Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Gerhild Wildner, Universität MünchenImmunmodulatorisches Peptid aus HLA-B27 und sein Einfluss auf Autoimmunerkrankungen
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 7-9)
2006Privatdozent Dr. med. Martin Rudwaleit, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin BerlinRationale Frühdiagnostik der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) und Strategien zur Früherkennung
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 100 S. 7-9 und Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 5-8 zum den Inhalt der prämierten Arbeit)
2006Prof. Dr. med. Joachim Sieper, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin BerlinRationale Frühdiagnostik der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) und Strategien zur Früherkennung
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 100 S. 7-9 und Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 5-8 zum den Inhalt der prämierten Arbeit)
2008Privatdozent Dr. med. Heiner Appel, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin BerlinImmunologische und immunpathologische Untersuchungen zur Pathogenese der ankylosierenden Spondylitis (siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 114, S. 4–5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums)
2010Dr. med. In-Ho Song, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin BerlinUntersuchungen zu bildgebenden und klinischen Parametern bei der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) (siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 122, S. 6-8) 
2010Dr. med. Xenofon Baraliakos vom Rheumazentrum Ruhrgebiet in HerneDer Verlauf der ankylosierenden Spondylitis ohne Einfluss von Biologika – Erkenntnisse über die natürliche radiographische Progression und die Rolle der Brustwirbelsäule (siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 122, S. 10-11) 
2012Dr. Denis Poddubnyy, Charité Universitätsmedizin Berlin

Kann man die Entwicklung der knöchernen Wirbelsäulenversteifung bei Morbus Bechterew vorhersagen und verhindern?
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 130, S. 6) 

2012Dr. Uta Kiltz,  Rheumazentrum Ruhrgebiet in HerneIn der mit dem DVMB-Forschungspreis ausgezeichneten Arbeit befasst sich die Wissenschaftlerin mit der wichtigen Frage, wie weit die nichtröntgenologische axiale Spondyloarthritis (ohne deutliche Veränderungen im Röntgenbild der Kreuzdarmbeingelenke) und die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) eigenständige Krankheitsbilder sind und nicht nur verschiedene Stadien derselben Krankheit.
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 131, S. 4 ff.)
2015Privatdozent Dr. med. Kay-Geert Hermann,
Institut für Radiologie,
Charité Universitätsmedizin Berlin
DVMB-Forschungspreis 2015 für Grundlagen der Magnetresonanztomographie bei Morbus Bechterew
Was kann man beim Morbus Bechterew aus Magnetresonanzbildern herauslesen? (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 142, S. 5 ff.)
2018Dr. Cornelia Brenneis, Klinik für Geriatrie, Ernst-von-Bergmann-Klinik Bad BelzigMorbus-Bechterew-Patienten in Deutschland: Vergleich zwischen DVMB-Mitgliedern und Nichtmitgliedern (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 154, S. 16)
2020Privatdozentin Dr. med. Hildrun Haibel,
Charité -Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin

Gesundheitsversorgung und Krankheitslast bei Personen mit axialer Spondyloarthritis in Deutschland
(Morbus-Bechterew-Journal Nr. 163 S. 8–9 und S. 44–45

2020Dr. med. Fabian Proft,
Charité -Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin
OptiRef – eine Studie zur Evaluierung des Nutzens einer digitalen Selbstüberweisung bei Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer axialen Spondyloarthriits (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 163 S. 10–11 und S. 44–45)

Studienaufrufe

Forschungsprojekte, die zur Verbesserung der Situation von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen beitragen, unterstützt die DVMB durch Aufrufe.
Dafür gelten bestimmte Regeln. Wir unterstützen die Forschung im Sinne unserer Satzung. Forschung bedeutet auch, dass Wirkstoffe und Verfahren am Menschen erprobt werden müssen. Grundsätzlich motiviert die DVMB ihre Mitglieder aber nur, freiwillig an Forschungsvorhaben teilzunehmen, wenn das Vorhaben von der DVMB geprüft und als sinnvoll bewertet wird.

Im Rahmen unserer Studie „Gesundheitskompetenz bei Mitgliedern der Selbsthilfe“ (GeMSe) möchte die Technischen Universität Dortmund in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fulda die Gesundheitskompetenz von Mitgliedern der Selbsthilfe erfassen.

Um aussagekräftige Ergebnisse zu generieren, ist es wichtig, eine möglichst große Anzahl an Mitgliedern der Selbsthilfe zu befragen. Hier finden Sie ein Einladungsschreiben für die Teilnehmenden, in dem die Ziele der Befragung und der Zugang zur Online-Umfrage kurz erläutert werden.

Ab sofort ist eine Teilnahme an der Online-Umfrage über folgenden Link möglich:

https://ww2.unipark.de/uc/sh/

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ziel der Studie ist es, die Einschätzung zur Inklusion im Arbeitsleben von Menschen mit chronischen Erkrankungen abzufragen.

Bei dieser Studie handelt es sich um: eine Fragebogen-Umfrage. Der Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln führt eine Befragung im Rahmen einer Doktorarbeit durch. Die Genehmigung der Ethik-Kommission liegt vor.

Ziel der Studie: Es geht um die psychologische Seite der Inklusion. Erleben sich Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen als ebenso wertgeschätzt am Arbeitsplatz wie ihre Kollegen ohne Beeinträchtigung? Können sie im Job „sie selbst“ sein? Oder haben sie viele eher das Gefühl, sich verstellen zu müssen? Wie fühlen sich Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ihrem Team? Welche Auswirkungen hat das auf sie? Und was brauchen sie, damit es besser wird? Langfristiges Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu verbessern.

Ablauf der Studie: Das Ausfüllen wird circa 15-25 Minuten in Anspruch nehmen und kann am PC, Laptop, Smartphone oder Tablet durchgeführt werden. Alle Teilnehmer werden – falls gewünscht – über die Ergebnisse der Umfrage informiert. Im Anschluss an die Umfrage besteht die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen.

Eingeschlossen werden: Personen über 18 Jahre, die aktuell in einem Arbeitsverhältnis stehen (mindestens mit einer 50%-Stelle) und von einer oder mehreren langanhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen sind, die im Alltag mehr als nur geringfügig einschränken. Gemeint sind psychische oder körperliche Erkrankungen, Behinderungen oder gesundheitliche Probleme, die mindestens 6 Monate andauern oder voraussichtlich andauern werden.

Art der Teilnahme: Der Fragebogen findet sich unter dieser Adresse: unikoelnpsych.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_6zJ5u3fPd1aRXGB

Laufzeit: Die Umfrage läuft bis zum 31. Januar 2019.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier:

http://mittendrin.uni-koeln.de/

Bei Fragen / Unklarheiten wenden Sie sich bitte an:
 

M.Sc. Psych. Veronika Chakraverty

Universität zu Köln

Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation

Herbert-Lewin-Str. 2

50931 Köln

Tel.: 0221 - 470 4145

Fax: 0221 - 470 7722

E-Mail:veronika.chakraverty(at)uni-koelnde

https://www.hf.uni-koeln.de/39163

 

„MobiMate - Befragung von Reisenden mit Unterstützungsbedarf“

Bei dieser Studie handelt es sich um: eine online Umfrage.

Ziel der Studie: Die Deutsche Bahn möchte den Service „MobiMate“ weiterentwickeln. MobiMate ist eine digitale Lösung zur Vermittlung von freiwilligen Reisebegleitern an Personen mit Unterstützungsbedarf oder eingeschränkter Mobilität. Bei MobiMate können Reisebegleiter mittels einer Smartphone-App angefordert werden. Der Reisebegleiter fährt auf derselben Strecke und unterstützt z.B. beim Ein-/Aus- und Umsteigen oder im Zug beim Finden des Sitzplatzes. Auf Basis der Antworten dieser Umfrage soll der MobiMate-Service passend für Betroffene entwickelt werden.

Ablauf der Studie: Die Umfrage besteht aus 19 Fragen. Diese Umfrage ist anonym. Ihre Angaben können nicht mit Ihrer Person in Verbindung gebracht werden.

Eingeschlossen werden: Personen mit Unterstützungsbedarf z.B. auf Grund von Gehbehinderungen (Rollator, Gehstock, Rollstuhlfahrer), Sehbehinderungen oder Schwierigkeiten mit dem Gepäck.

Art der Teilnahme: Der Fragebogen findet sich unter dieser Adresse:

https://www.surveymonkey.de/r/MM-LP-Mobis

 

Mithilfe von Rheuma-Patienten beim Aufbau eines COVID-19-Registers benötigt

COVID-19 ist noch nicht lange bekannt. Deshalb bestehen bisher noch große Wissenslücken, die angesichts der schweren Verläufe von COVID-19 schnell geschlossen werden müssen.

Für Rheuma-Patienten ist es besonders wichtig zu wissen, ob die Medikamente zur Behandlung ihrer Erkrankung, die das Immunsystem unterdrücken, ein höheres Risiko für eine Corona-Infektion oder für einen schwereren Verlauf darstellen. Klinische Studien sind jedoch aufwendig und benötigen Zeit. Deshalb hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) jetzt ein Register aufgesetzt, das im Hinblick auf COVID-19 speziell rheumarelevante Informationen zusammentragen soll.

Das Ziel: Rheumatologen bei der Einschätzung und Behandlung von Rheuma-Patienten zu unterstützen.

Die DGRh bittet deshalb Rheuma-Patienten, die positiv auf das Corona Virus SARS-CoV-2 getestet worden sind, telefonisch mit der DGRh unter 0641 94889968 Kontakt aufzunehmen. Innerhalb von 24 Stunden erfolgt ein Rückruf der DGRh, und der Verlauf der COVID-19 Erkrankung wird dann für das Register erfasst.

Genauere Informationen zum Ablauf finden Rheuma-Patienten hier: https://www.covid19-rheuma.de/patienten-information. Die Befragung wird ungefähr fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen.

 


Gut zu wissen

Sobald Wirkstoffe am Menschen getestet werden, spricht man von „klinischen Studien“ oder „klinischen Prüfungen“. Diese gliedern sich in vier Phasen:

Phase 1: Als Erstes wird ein möglicher Wirkstoffkandidat an gesunden Freiwilligen getestet. Dabei geht es weniger um die Wirkung, als vielmehr darum, zu verstehen, was mit dem Wirkstoff im menschlichen Körper passiert: Wie viel von der Substanz wird aufgenommen, wie lange bleibt die Substanz im Körper, welche Abbauprodukte entstehen dabei? Meist wirken zwischen 60 und 80 Studienteilnehmer mit.

Phase 2: Ab dieser Stufe kommen erstmals betroffene Patienten mit ins Spiel: Typischerweise nehmen zwischen 100 und 500 Patienten daran teil. Idealerweise erhält die Hälfte von ihnen den neuen Wirkstoff, die andere ein Scheinmedikament (Placebo) oder aber die bislang bestmögliche Therapie, gegen die sich der neue Wirkstoff bewähren muss. Mediziner und Wissenschaftler überprüfen, ob sich die gewünschte Wirkung belegen lässt, ob Nebenwirkungen auftreten. Eine weitere Fragestellung betrifft die ideale Dosis.

Phase 3: Nun wird das Medikament an Tausenden Patienten erprobt. Das ist wichtig, weil sich seltene Nebenwirkungen unter Umständen erst zeigen, wenn Tausende Patienten den Wirkstoff erhalten. Ein neues Arzneimittel oder eine neue Therapie wird die Zulassung in der Regel erst dann erhalten, wenn Daten aus Phase 2 und 3 beweisen, dass die Therapie hilfreich ist.

Phase 4: Phase-IV-Studien werden in der Regel durchgeführt, nachdem eine Marktzulassung erteilt wurde und das Arzneimittel allgemein angewendet wird. Sie werden auch als Sicherheitsstudien bezeichnet.