Arbeitstreffen des Frauennetzwerks der DVMB vom 10.10. - 12.10.2025 in Hannover
Motto "Frauen chronisch krank und die weibliche Psyche"
Für mich persönlich war es die erste Teilnahme an einem Treffen in diesem Rahmen in Vertretung für die Frauenbeauftragte unseres Bundeslandes. Insgesamt waren wir 13 Teilnehmerinnen aus verschiedenen Bundesländern, sowie das bundesweite Leitungsteam des Frauennetzwerks. An diesem Punkt möchte ich mich bereits für die perfekte Organisation des Wochenendes bei den Verantwortlichen bedanken. Das Hotel in ruhiger Lage am Rande von Hannover verfügte über ausreichend kostenlose Parkplätze und war auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Zimmer waren schön, der Seminarraum von Größe und Ausstattung perfekt, das Essen sehr lecker und vor allem das Personal ausgesprochen freundlich.
Nach dem Einchecken am Freitagnachmittag fanden wir uns mit einer herzlichen Begrüßung im Seminarraum zusammen. Auch ich und andere "Neulinge" wurden genauso herzlich begrüßt, wie die "alten Hasen". Ich habe mich vom ersten Moment an so wohl gefühlt, als wäre ich schon Jahre dabei gewesen. Wir starteten mit einer Vorstellungsrunde inkl. einem Erfahrungsaustausch aus den Bundesländern, die wir nur für das Abendessen kurz unterbrochen haben. Die Vorsitzende Christina Schneider stellte die Ziele und Pläne zum Projekt "Frauen chronisch krank und die weibliche Psyche" vor. Das klang auf jeden Fall schon mal interessant und vielversprechend. Mit ein paar Lockerungsübungen und einer kleinen Meditation sorgte Christiane auch noch für eine gute Abwechslung, bevor sie uns in die Nacht verabschiedete. Da noch nicht alle müde waren, haben wir uns zum weiteren Austausch und Kennenlernen noch zu einem abendlichen Abschlussgetränk im zugehörigen Restaurant getroffen. Danach sind wir aber tatsächlich nur noch müde in die Betten gefallen, die im Übrigen für Bechtis eine sehr gute Qualität aufwiesen.
Am nächsten Morgen gestärkt vom guten Frühstück stiegen wir tiefer in das Projekt-Thema ein. Wir haben uns damit auseinandergesetzt, welche Belastung Auswirkungen auf unsere Psyche und damit verbunden auf die Schmerzen haben. Hierbei berichteten die Teilnehmerinnen ganz offen auch über ihre eigenen Erfahrungen. Häufige Auslöser sind meist Stress, Ängste und Sorgen aus verschiedenen Bereichen wie Zukunft, Finanzen, Familiäres und Berufliches. Ziel des Projektes ist es die Psyche im Zusammenhang mit der chronischen Erkrankung zu erforschen. Eine erste Erkenntnis ist, dass wir die Erkrankung und damit verbunden die Belastung, die sie darstellt, akzeptieren müssen, statt sie zu verdrängen. Wir müssen Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Zum Erfolg des Projektes benötigen wir die Forschung, Betroffene und Fachkräfte. Der Projektzeitraum ist auf 3 Jahre geplant.
Nach dem Austausch untereinander begrüßten wir die psychologische Psychotherapeutin Larissa Barnstorf. Mit vielen wissenschaftlichen Studien hinterlegt präsentierte sie uns sehr anschaulich die Auswirkungen der Erkrankung auf die Psyche. Im Anschluss zeigte sie uns aber auch verschiedene Strategien auf, wie wir lernen, positiv damit umzugehen. Larissa hielt aber keinen einseitigen Vortrag, sondern konnte sehr gut die Erfahrungen der Teilnehmerinnen mit einfließen lassen und den persönlichen Austausch dadurch weiter fördern.
Anschließend stärkten wir uns wieder beim leckeren Mittagessen. Nach dem Essen ging es sportlich weiter mit der Physiotherapeutin Sina Maischnigg. Mit verschiedenen Therapiebällen lernen wir diverse Übungen zur Mobilisation unseres Körpers. Das tat nicht nur körperlich gut, sondern auch der Seele, weil es einfach richtig Spaß gemacht hat. Sina hat das sehr unterhaltsam, kurzweilig und motivierend gestaltet. Und selbst den Frostigsten unter uns, ist es dabei warm geworden. Im anschließenden Freiraum gab es ausreichend Zeit zum Ausruhen, Kaffee trinken oder beim Spaziergang frische Luft zu schnappen. Nach dem Abendessen ging es weiter mit einer Gruppenarbeit zum Thema "digitales Frauennetzwerk auf allen Kanälen erreichbar" Hierbei haben wir erfolgreich erste Ideen gesammelt, wie und mit welchen Themen wir die betroffenen Frauen erreichen können. Natürlich durfte auch am Samstag ein entspannter Abschluss mit guten Getränken und Gesprächen nicht fehlen.
Den Sonntag starteten wir erneut mit einem guten Frühstück. Die Koffer waren überwiegend schon gepackt, um die Zimmer zu räumen. Aber im Seminarraum ging es natürlich noch weiter. Wir haben gemeinsam die Termine und Pläne für 2026 und 2027 besprochen. Auch wenn die Vorstellungen hier anfangs unterschiedlich waren, haben wir meines Erachtens hier einen guten Kompromiss gefunden, um ausreichend Angebot zu schaffen, aber keinen zu überfordern. Diverse organisatorische Abläufe und Verantwortlichkeiten haben wir festgehalten.
Zum Abschluss bedankte sich Christina noch mit einem kleinen Präsent für die besondere Arbeit bei Kathrin und Margret. Nach einer insgesamt sehr positiv ausgefallenen Feedbackrunde verabschiedete uns Christina jeweils mit einem wunderschönen handgefertigten Schutzengel. Vom Hotel erhielten wir noch die gut gefüllten Lunchpakete für den Heimweg. So herzlich wie anfangs begrüßt, verabschiedeten wir uns alle voneinander und begaben uns auf den Heimweg.
Für mich war es ein sehr schönes informatives und erfolgreiches Wochenende.
Ich freue mich, wenn ich bei weiteren Arbeitstreffen dabei sein darf.
Text: Diana Dunsch
zukünftige Schwerpunkte von Zoom-Seminaren sowie neues Leitungsteam