Frauen mit Morbus Bechterew: Empowerment durch Vernetzung und Informationsaustausch
Bericht über das 4. Arbeitstreffen des FrauenNetzWerks vom 19.04.–21.04.2024 in Mainz
Zum diesjährigen Arbeitstreffen, nachfolgend AT, genannt waren wir Gäste der schönen Stadt Mainz am Rhein im Bundesland Rheinland Pfalz.
Ein großes Dankeschön an das Orga-Team, denen es wieder gelungen ist, ein sehr schönes Hotel bahnhofsnah und zentrumsnah für uns Frauen zu buchen. Service, Essen, Tagungsraum und Zimmer waren perfekt.
An diesem Wochenende gab es in Mainz nicht nur die Mainzelmännchen, sondern auch die „Heinzelmännchen“, 12 Frauenbeauftragte und die Geschäftsführerin Evelin Schulz, die nach guter Anreise am Freitag 17:00 Uhr mit dem AT Teil I begannen. Wir starteten mit Begrüßung, Vorstellungsrunde und den Formalien. Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es weiter mit den Berichten aus den Landesverbänden zu den Aktivitäten.
Samstag, 20.04.2024
Wir starteten nach dem Frühstück mit dem Thema der „Vernetzung“. Unsere GF Evelin Schulz und Frau Christiana Kiriazi vom Bundesgeschäftsstelle stellten uns im Rahmen einer Schulung die Öffentlichkeitsarbeit der DVMB vor. Sie zeigten uns die verschiedensten Kanäle, Vorgehensweisen und Beispiele, wie wir Frauen noch mehr Präsenz, ob digital oder real, erreichen können. Wir lernten, worauf wir in der täglichen Arbeit mit den Sozialen Netzwerken achten sollten, und erhielten ganz praktische Tipps. Diese können wir nun in unsere Landesarbeit integrieren.
Eine kleine Kaffeepause - und weiter ging es mit Bewegung. Dank Isabelle und Ruth kamen wir alle leicht ins Schwitzen und zum Lachen brachten sie uns auch mit Lach-Yoga.
Nach dem Mittagessen führten wir das Arbeitstreffen mit dem Thema „Warum ist das FrauenNetzWerk der DVMB wichtig“ fort. Hier erarbeiteten wir Argumentationen, die für betroffene Frauen für ihre Krankheitsbewältigung gezielte Unterstützung bieten:
- Information & Beratung: Das Frauennetzwerk stellt aktuelle medizinische Informationen bereit und bietet speziell auf Frauen zugeschnittene Seminare, etwa zu Schwangerschaft, Stillzeit oder den Wechseljahren mit Morbus Bechterew.
- Austausch & Unterstützung: In regionalen Gruppen oder online können betroffene Frauen sich über ihre Erfahrungen austauschen, insbesondere zu Themen wie Familie, Schwangerschaft und Wechseljahre mit der Erkrankung.
- Funktionstraining & Rehasport: Spezielle Bewegungsangebote helfen, die Mobilität zu erhalten, Schmerzen zu reduzieren und individuelle Bedürfnisse von Frauen zu berücksichtigen.
- Veranstaltungen & Schulungen: Fachvorträge, Workshops und Seminare greifen gezielt frauenspezifische Themen auf und bieten wertvolles Wissen über den Umgang mit Morbus Bechterew.
- Rechtsberatung: Mitglieder erhalten Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen, zum Beispiel zu Mutterschutz und Teilzeitregelungen
Am späteren Nachmittag sind wir gemeinsam zur Sektkellerei Kupferberg gefahren. Bei einem Rundgang im Sektkeller bekamen wir viele Informationen zur Sektherstellung, bestaunten tausende Sektflaschen und erfuhren viel Wissenswertes zu diesem edlen Getränk. Ein Gläschen Sekt war der Abschluss unseres Besuches. Danach ging es weiter in das Hotel „Hof Ehrenfels“ in der schönen Altstadt von Mainz zum Abendessen.
„Toll ausgesucht.“
Nach dem leckeren Essen machten wir gemeinsam einen Spaziergang vorbei am Dom St. Martin, durch die schöne Altstadt und zurück in unser Hotel. Bei dem einen oder anderen Getränk wurden noch Erfahrungen, Ideen und Vorschläge ausgetauscht.
Sonntag, 21.04.2024
Nach dem Frühstück ging es weiter mit dem Thema „Wie kann ich neue Engagierte für das Frauennetzwerk gewinnen und welche Vorteile bietet es Interessierten?“. Wir erarbeiteten Strategien zur Gewinnung neuer Engagierter:
- Gezielte Ansprache: Direkt auf interessierte Frauen zugehen, insbesondere in Selbsthilfegruppen oder auf Veranstaltungen
- Erfahrungsberichte nutzen: Mitglieder berichten über ihre positiven Erfahrungen im Netzwerk.
- Niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten: Erstkontakt über kleine Aufgaben oder einmalige Projekte ermöglichen.
- Digitale Kanäle nutzen: Social Media und die DVMB-Website für Informationen und Austausch einsetzen.
- Kooperationen mit Fachärzt:innen und Therapeut:innen: Diese können betroffene Frauen auf das Netzwerk hinweisen.
Zum Abschluss nochmals ein großes „Dankeschön“ für die tolle und gelungene Organisation an das Orga-Team und Sabine.
FAZIT: Ein schönes, gelungenes, interessantes und erfahrungsreiches Wochenende in Mainz!