Gruppensprecher aus ganz Deutschland zu Gast in Bad Steben

 

Wie wirkt eigentlich eine Radontherapie? Welche Möglichkeiten bietet eine ambulante Badekur? Und was macht einen Gesundheitsaufenthalt in Bad Steben für Menschen mit Morbus Bechterew und anderen rheumatischen Erkrankungen so interessant? Diesen Fragen gingen Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Thüringen und Bayern bei einer dreitägigen Informationsreise in Bad Steben nach. Vom 24. bis 26. Juni 2026 erwartete die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm aus Informationen, Gesundheitsangeboten, Naturerlebnis und persönlichem Austausch.

 

Bereits beim gemeinsamen Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen wurde deutlich: Die Vorfreude auf die kommenden Tage war groß. Den Auftakt bildete so dann eine Führung durch den Kurpark des Staatsbades mit Tourismusleiterin Monika Josiger. Dabei erfuhren die Gäste viel Wissenswertes über die weit über 200jährige Geschichte des Bayerischen Staatsbades und die lange Tradition Bad Stebens als Gesundheitsstandort. So fanden die ersten Moor-Anwendungen bereits 1827 statt, während die ersten Überlieferungen zu den Heilquellen des Staatsbades sogar bis ins 15. Jahrhundert zurückgehen. Auch dass Alexander von Humboldt im 18. Jahrhundert einige Jahre in Bad Steben lebte und arbeitete, war für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine überraschende Entdeckung. Für Gesprächsstoff sorgten außerdem die zahlreichen bunt gestalteten Löwenfiguren, die als Kunstobjekte im gesamten Ort zu finden sind und Bad Steben ein unverwechselbares Gesicht verleihen.

 

Nach einer Verkostung der drei Heilquellen stand eine Führung durch das Gesundheits-zentrum des Staatsbades auf dem Programm. Die modernen Therapieabteilungen und die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten mit den natürlichen Heilmitteln Radon, Kohlensäure und Naturmoor hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Auch der angeschlossene Wellnessbereich wurde mit großem Interesse betrachtet. Bei hochsommerlichen Temperaturen erwies sich das an zahlreichen Stellen angebotene Heilwasser dabei immer wieder als willkommene Erfrischung. Am Abend ließ die Gruppe den ersten Tag bei einer Klangschalen-Entspannung ausklingen. Die wohltuenden Klänge und Schwingungen sorgten für eine angenehme Atmosphäre und einen entspannten Abschluss eines ereignisreichen Tages.

 

Am Donnerstagvormittag führte eine Wildkräuterwanderung durch den Kurpark in die Welt heimischer Heil- und Wildpflanzen ein. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung die Natur seit Jahrhunderten für die Gesundheit und die Naturheilkunde besitzt und welche schmackhafte Vielfalt am Wegesrand wächst. Großes Interesse fand anschließend ein Vortrag über die Möglichkeiten einer ambulanten Badekur. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten wertvolle Informationen über Voraussetzungen, Zuschüsse der Krankenkassen und die Möglichkeiten im Rahmen der ambulanten Vorsorgeleistung. Besonders erfreulich war für viele die Information, dass ein digitaler Kurantrag zur Verfügung steht, wodurch die Beantragung deutlich vereinfacht wird.

 

Der für den Nachmittag geplante Achtsamkeitsspaziergang musste aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen kurzfristig entfallen. Stattdessen nutzte die Gruppe die Gelegenheit für einen entspannten Austausch bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des relexa Hotels Bad Steben mit herrlichem Blick auf den Kurpark – eine Alternative, die bei allen Beteiligten auf große Zustimmung stieß.

 

Einen fachlichen Höhepunkt der Informationsreise bildete der Vortrag von Dr. med. Gerhart Klein über die Radontherapie. Der Bad Stebener Privatarzt gilt als ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet und erläuterte anschaulich die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung von Radonbädern bei chronischen Schmerzen des Morbus Bechterew und weiteren Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Besonders geschätzt wurde, dass sich Dr. Klein im Anschluss Zeit für individuelle Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahm und auf persönliche Anliegen einging.

 

Ein besonderes Erlebnis war am Abend der gemeinsame Besuch der Spielbank Bad Steben. Spielbankdirektor Udo Braunersreuther führte die Gäste mit viel Charme und Humor durch die Geschichte des Glücksspiels und vermittelte spannende Einblicke hinter die Kulissen des Hauses. Das imposante Gebäude beeindruckte ebenso wie die ausführliche Einführung in die Regeln des Roulettes. Natürlich durfte am Ende auch das eigene Glück herausgefordert werden: Jeder Gast erhielt die Gelegenheit, selbst einmal am Roulettetisch Platz zu nehmen und das besondere Flair eines Casinos hautnah zu erleben.

 

Am Freitag stand schließlich die Therme Bad Steben im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Zeit zum Entspannen, zur Aqua-Gymnastik sowie nochmals für viele Gespräche untereinander, bevor man wieder die Heimreise antrat. Für viele Teilnehmer war es nicht nur eine informative Reise, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und mit Bad Steben einen besonderes Radonheilbad kennenzulernen.

 

Unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“ verabschiedeten sich die Teilnehmer und dankten der Tourismusleiterin Frau Monika Josiger, die von früh bis spät für die Teilnehmer zur Verfügung stand, für das informative und abwechslungsreiche Programm.

Alle Teilnehmer waren sich einig: Bad Steben--wir sehen uns wieder!

 

Eberhard Dunst 
Gruppensprecher der 
DVMB Gruppe Kronach