Öffentlichkeitstag in München

Die DVMB-München auf dem Selbsthilfetag 2026

 

Seit Dezember 2025 bin ich neuer Gruppensprecher der DVMB-Gruppe München. Wie viele Vereine und Selbsthilfegruppen stehen auch wir vor großen Herausforderungen: Die Mitgliederzahlen gehen zurück, und der Zugang zu neuen, insbesondere jüngeren Betroffenen wird zunehmend schwieriger.

Was also tun?

Ein erster wichtiger Schritt ist, unsere Öffentlichkeitsarbeit auszubauen, sichtbarer zu werden und die DVMB wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Die Einladung des Selbsthilfezentrums München, am Selbsthilfetag 2026 teilzunehmen, kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt.

Mithilfe der Fördergelder des Runden Tisches Bayern konnte ein attraktiver und moderner Messestand entworfen und angeschafft werden. Bis zum fertigen Ergebnis waren viele Abstimmungen und Überarbeitungsschritte notwendig. Gemeinsam mit Günter Wagenbauer aus dem Landesverband und Bettina Sommerhof aus dem Bundesverband wurde geplant, diskutiert, verändert und immer weiter optimiert. Schritt für Schritt entstand so ein Stand, der die DVMB-München modern, freundlich und einladend präsentieren sollte.

Und dann war er da: der große Tag.

An einem Samstag im Juli 2026 präsentierten sich zahlreiche Münchner Selbsthilfegruppen mitten auf dem Marienplatz. Zentraler geht es in München kaum – oder, wie man bei uns sagt: zentraler geht’s nimmermehr!

Bereits zum Aufbau waren zwei Mitglieder unserer Gruppe sowie unsere Therapeutin für Funktionsgymnastik vor Ort. Sie sollte später interessierten Besucherinnen und Besuchern einen praktischen Einblick in unsere DVMB-Funktionsgymnastik geben. Eine echte Zugnummer, wie sich im Laufe des Tages noch herausstellen sollte.

 

Schon vor der offiziellen Eröffnung standen die ersten Interessierten vor unserem Stand. Wir führten Gespräche, beantworteten viele Fragen und informierten darüber, welche guten Möglichkeiten Menschen heute haben, trotz Morbus Bechterew aktiv und mit hoher Lebensqualität zu leben.

Manche Besucherinnen und Besucher kamen zunächst mit ernsten und besorgten Gesichtern zu uns. Doch spätestens beim Drehen an unserem Glücksrad kehrte oft ein Lächeln zurück. Als Hauptpreis winkte ein kostenloses Schnuppertraining bei unserer Funktionsgymnastik in München-Großhadern – eine schöne Gelegenheit, unsere Gruppe und unser Bewegungsangebot ganz unverbindlich kennenzulernen.

Selbst internationale Kontakte entstanden: Eine Touristin aus South Wales besuchte unseren Stand und wollte wissen, ob es auch in Großbritannien eine Organisation wie die DVMB gibt. Natürlich konnten wir auch diese Frage beantworten. Sie erhielt gleich mehrere Informationen und Kontakte zur britischen National Axial Spondyloarthritis Society (NASS) – und verließ unseren Stand sichtlich zufrieden.

Und so ging es den ganzen Tag weiter. Trotz Temperaturen von über 30 Grad riss der Strom interessierter Besucherinnen und Besucher nicht ab. Es wurden viele Fragen gestellt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft. Unser Glücksrad drehte unermüdlich seine Runden, und auch die Vorführungen unserer Funktionsgymnastik erwiesen sich als echter Publikumsmagnet.

Um 15:30 Uhr endete schließlich ein ebenso anstrengender wie erfolgreicher Selbsthilfetag. Müde, erschöpft, aber vor allem zufrieden bauten wir unseren Stand ab. Hinter uns lagen viele gute Gespräche, zahlreiche Begegnungen und ein Tag, an dem die DVMB-München mitten im Herzen der Stadt sichtbar und erlebbar geworden war.

Anschließend freuten wir uns auf einen gemeinsamen „Late Lunch“ in einem schattigen Münchner Biergarten. Dort konnten wir den ereignisreichen Tag in entspannter Runde noch einmal Revue passieren lassen. Bei dieser Gelegenheit war es mir besonders wichtig, allen Helferinnen und Helfern nochmals ausdrücklich für ihren großartigen Einsatz und ihre tatkräftige Unterstützung zu danken.

Denn eines hat dieser Tag deutlich gezeigt: Öffentlichkeitsarbeit und ein attraktiver Stand sind wichtig – mit Leben erfüllt werden sie aber erst durch die Menschen, die sich mit Zeit, Engagement und Herzblut für unsere Gemeinschaft einsetzen.