Tipps zum Radfahren als Betroffene/r

Leserbrief von Reinhard Lubbe aus Minden | 28.09.2024

Guten Tag,

viele Bechtis wollen radfahren. Leider sind bei dieser Erkrankung aber die Sitzbeinhöcker oft betroffen - hier setzen viele Sehnen an und Sehnenansätze werden gerne vom Bechterew erfasst : Und die Höcker reagieren auf Belastung schnell mit Schmerzen. Die meisten Radfahrer fahren mit erhobenem Oberkörper und nicht in vorgebeugter Rennrad -Haltung. Dann wird fast das gesamte Körpergewicht über die Sitzbeinhöcker auf den Sattel übertragen. Hier gibt es ein Hilfsmittel, das häufig das Problem entschärfen kann: spezielle Hosen für Radfahrer. Die gibt es als Hose, die man alleine tragen kann oder auch als Unterhose, wie die Bilder es zeigen. Das zweite Bild zeigt das Innenleben der Hose und das breite gelbIorangene Gelkissen im Gesäßbereich.

Noch ein Hinweis: es lohnt sich, sich um einen individuell passenden Sattel zu kümmern. Also einen Sattel, der für Männer bzw. für Frauen entwickelt wurde. Und zusätzlich sollte man auf die individuell notwendige Sattelgröße/Sattelbreite achten, denn je nach Körpergröße und Körperbau sind die Sitzbeinhöcker unterschiedlich weit voneinander entfernt.

Und noch ein Hinweis: ein Dämpfer in der Sattelstange hilft grobe Schläge aus der Fahrbahn zu mindern. Der Dämpfer muss aber zum Körpergewicht passen!

Viel Spaß beim Radfahren

Reinhard Lubbe aus Minden

 

 

Alle Leserbriefe

Bild 1

Bild 2

Antwort auf den Leserbrief:

Zuerst muss man verschiedene Sattel ausprobieren, jedes Gesäß ist anders, egal ob gesunder oder betroffener Radler
Man darf sich nicht erwarten, dass man nach drei bis vier Monaten Pause oder mehr auf Anhieb eine 50 km lange Radtour ohne Beschwerden am Gesäß übersteht. Man muss die Kilometer-Anzahl langsam steigern!
Die „Dämpfer in der Sattelstange“ sind theoretisch eine gute Idee, aber in der Praxis federn diese recht billigen Teile nur ein paar Wochen lang!
Polsterung, egal ob Gelsattel oder gepolsterte Radlerhose sind lediglich zusätzliche Möglichkeiten, wenn nichts anderes hilft.

von Frank Lempp