Presse, Galerie & Einblicke: Kurze Nacht des Bechterew
Veranstaltung der Gruppe Lauf (Bayern) zum Aktionstag „Kurze Nacht des Bechterew“
21.06.2024
„Aktion der Gruppe Lauf zu Kurzen Nacht“
Gruppe Lauf
Ansprechperson:
Gruppensprecher Angelika Kreitmeier, lauf(at)dvmb-by.de, Tel. 09153 4158
Wanderung der Gruppe Lauf auf die Festung Rothenberg in Schnaittach
Anlässlich der Kurzen Nacht des Morbus Bechterew
Am 21.06.2024 begab sich die Gruppe Lauf um 19.30 Uhr auf die Spuren der Ganerben, ein Rittergeschlecht, zur deren Festung Rothenberg.
Der Rothenberg ist bis heute als Skihang beliebt und weit über das Frankenland bekannt. Auch gab es eine Sprungschanze von der noch Reste ersichtlich sind. Der Wanderweg schlängelte sich nun am damaligen Schanzentisch vorbei hinauf über historischen Wegen. Über den Jahrhunderte alten Soldatenfriedhof und dem Schneckenbrunnen, der als Trinkwasserversorgung für die damaligen Bewohner der Festung sehr wichtig war, erreichten wir endlich um 20.15 Uhr die Festung. Wir wurden von dem Kastellan Jürgen Glassauer, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsverein schon erwartet. Er freute sich sehr, dass auch andere Vereine oder Gruppen sich für die Festung und ihre Geschichte interessierten. Nach kurzer Verschnaufpause bekamen wir eine informative, lebendige Führung auf dem Burggelände. Der Ausblick war atemberaubend, konnten wir doch bis Nürnberg sehen. Auf dem Weg zum Eingang in den Untergrund, den sogenannten Kasematten, wurden wir von etlichen Ziegen begleitet. Diese sorgen dafür, dass die Grünflächen auch niedrig bleiben bzw. nicht verbuschen. Beeindruckendes Gemäuer und Dunkelheit empfing uns. Auch hier erfuhren wir anschaulich wie die Festung verteidigt wurde. Über die vorhandenen Verliese wurden uns über die Insassen und den Gründen ihrer Verhaftung einiges erzählt.
Als wir wieder ans Tageslicht zurückkamen, stellten wir fest, dass es schon fast dunkel war. In Schnaittach brannten schon die Laternen.
Im Mannschaftsraum der damaligen Ritter finden heute Trauungen statt. Mit einer zünftigen Brotzeit klang die tolle Wanderung aus. Der eine oder andere schloss einen nochmaligen Besuch der Festung nicht aus. Nun war unser Abstieg zum Parkplatz über einen befestigten Weg zwar besser, die mitgeführten Lampen aber notwendig. Wenn man leise war, meinte man, dass man eine Stöhnen der Soldaten und Gefangenen hören konnte. Dies war schon etwas gruselig. Um 22.30 Uhr waren wir wieder am Beginn unserer Wanderung angelangt. Wir waren uns einig, dass nächstes Jahr wieder etwas zur Kurzen Nacht des Morbus Bechterew veranstaltet werden muss.