Frauen leiden anders
Männer auch
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Während das Kardinalsymptom bei Männern der entzündliche Rückenschmerz ist, zeigen sich bei Frauen zunächst häufiger Beschwerden an peripheren Gelenken, der Halswirbelsäule oder im Beckenbereich. Über diese und weitere geschlechtsspezifische Unterschiede im Krankheitsbild und im Therapieansprechen bei axSpA sprach Dr. Uwe Schwokowski in seinem Vortrag für die DVMB „Frauen leiden anders – Männer auch“.
In den Filmen beantwortet Dr. Schwokowski Fragen, die Betroffene im Vortrag gestellt haben.
Dr. Schwokowski: axSpA verstehen (1)
Fragen und Antworten*
zum Vortrag von Dr. Uwe Schwokowski:
* Die Antworten zu den Fragen finden Sie im Video durch die entsprechenden Timecodes, die den Fragen vorangestellt sind.
Diagnose
1:10 ⭱
Darf ein Orthopäde die Diagnose stellen?
2:15 ⭱
Wird Morbus Bechterew häufig mit einer Osteitis condensans ilii (OCI) verwechselt?
3:20 ⭱
Reicht eine einseitige leichte ISG-Entzündung im MRT für eine Diagnose aus?
4:25 ⭱
Ist ein MRT ohne Kontrastmittel (wegen Unverträglichkeit) aussagekräftig genug für eine Dignose der Entzündungen / MB?
5:35 ⭱
Ich habe Schmerzen in der BWS und auch Auffälligkeiten im MRT; aber der Radiologe sieht im ISG keine Entzündungen, ist denn somit Bechterew ausgeschlossen?
6:33 ⭱
Kann man trotz Schmerzen nur in der BWS im MRT der ISG etwas finden?
7:40 ⭱
Meine CRP-Werte sind immer normal – schließt das MB aus?
8:34 ⭱
Ist das Vorliegen einer Morgensteifigkeit Voraussetzung für die Diagnose?
9:20 ⭱
Können axSpA und Psoriasis-SpA parallel auftreten?
10:15 ⭱
Warum wird HLA-B27 so viel Bedeutung beigemessen, obwohl er unspezifisch ist?
11:30 ⭱
Was können Betroffene tun, wenn sie typische Bechterew-Symptome haben (chronische Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit, wenig Veränderung in der Lendenwirbel laut MRT), aber wegen normaler Blutwerte keine Diagnose/Behandlung erhalten?
12:45 ⭱
Wie sollten Ärzt:innen mit Patient:innen umgehen, die klinisch typische axSpA-Merkmale zeigen, jedoch keine laborchemischen Entzündungszeichen aufweisen?
14:45 ⭱
Wie sollten Ärzt:innen mit Patient:innen umgehen, die klinisch typische axSpA-Merkmale zeigen, jedoch keine laborchemischen Entzündungszeichen aufweisen?
Dr. Schwokowski: axSpA verstehen (2)
Fragen und Antworten*
zum Vortrag von Dr. Uwe Schwokowski:
* Die Antworten zu den Fragen finden Sie im Video durch die entsprechenden Timecodes, die den Fragen vorangestellt sind.
Einführung (0:00-3:40) ⭱
Wann gilt die Diagnose Morbus Bechterew als gesichert oder sehr wahrscheinlich?
Medikamente / Therapie (ab 3:30)
3:40 (5:09) ⭱
Welche Stellenwert haben JAK-Inhibitoren bei MB?
6:10 ⭱
Welche Ergebnisse gibt es bei rein peripherer SpA mit JAK-Hemmern?
7:15 ⭱
Welche Alternativen bei Diclofenac-Allergie gibt es?
8:15 ⭱
Spielt MTX eine Rolle – auch bei peripherer SpA oder in Kombination mit Biologika?
9:45 ⭱
Sollten TNF-Alpha-Blocker auch bei aktuell milden Symptomen eingesetzt werden, um ein Fortschreiten zu verhindern?
11:35 ⭱
Kann eine antientzündliche Ernährung helfen, bzw. gibt es sie überhaupt?
Begleiterkrankung (13:00-18:00)
13:00 ⭱
Betrifft Uveitis bei Morbus Bechterew vorwiegend Frauen
13:50 ⭱
Ist Episkleritis eine Begleiterkrankung bei MB?
14:08 ⭱
Wie ordnet man häufige Bindehautentzündungen im Zusammenhang mit SpA ein?
14.40 ⭱
Warum helfen Biologika nicht gegen Augenentzündungen?
15:25 ⭱
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Endometriose und MB?
15:45 ⭱
Kann Rosacea mit axSpA assoziiert sein?
16:20 ⭱
Kann eine verminderte Produktion von Verdauungsenzymen mit MB zusammenhängen?
Geschlechtsspezifische Unterschiede (18:00-19:45)
18:00 ⭱
Welche Konsequenzen für die Behandlung von Frauen ergeben aus den Erkenntnissen der geschlechtsspezifischen Forschung?
Spezifische Fragen (ab 19:45)
19:45 ⭱
Ich habe seit über 15 Jahren die Diagnose Morbus Bechterew. Lange wirkten Ibu oder Etoricoxib, und ich hatte auch viele Jahre keinen Schub. Nun hatte ich im Frühjahr einen Schub – und erstmals nicht nur im Hüftbereich/unteren Rücken, sondern auch im gesamten Rücken und im Nacken Schmerzen. Ibu und Etoricoxib helfen nicht mehr viel.
Der Rheumatologe möchte jetzt Biologika (Alpha-Blocker) einsetzen (welche genau, weiß ich noch nicht). Dazu habe ich im Januar einen Termin bei ihm. Seit Oktober sind die Schmerzen aber wieder weniger, und ich komme einigermaßen zurecht mit Physio, Sport und manchmal einer Schmerztablette.
Meine Frage wäre: Sollten trotzdem Alpha-Blocker eingesetzt werden, um ein weiteres Voranschreiten zu verhindern, oder – wenn ich momentan so zurechtkomme – lieber hinauszögern, bis es nicht mehr ohne geht?
20:20 ⭱
MB-Schmerzen in der Wirbelsäule werden bei Bewegung besser, aber die Schmerzen aufgrund Entzündungen der Sehnenansätze werden schlimmer. Ist das normal?
Wir danken Dr. Uwe Schwokowski für den informativen Vortrag und die ausführliche Beantwortung der Fragen.
Dr. Schwokowski ist Facharzt für Orthopädie mit dem Schwerpunkt Rheumatologie und ärztlicher Berater der DVMB.
Dr. Schwokowski unterstützt die Studie von Thore Winter zu „Geschlechtsspezifischen Unterschieden bei axSpA (Morbus Bechterew)“ am KH Reinbek St. Adolf-Stift. Wenn Sie selbst betroffen sind, können Sie die Studie unterstützen, indem Sie am Online-Fragebogen teilnehmen. Das Ausfüllen dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Die Umfrage läuft bis zum 31.01.2026.