An den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz
Herrn Alexander Schweitzer,
Nachrichtlich: Clemens Hoch, dem Minister für Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz, Landtagspräsident: Hendrik Hering
Fraktionsvorsitzende im Landtag: für die SPD Sabine Baetzing-Lichtenthaeler, für die FDP Philipp Fernis, für die Grünen Pia Schellhammer, für die CDU Gordon Schnieder
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit: Josef Winkler und Stellvertretender Vorsitzender Steven Wink
Die Rheumatologen: Prof. Bergner, Prof. Schwarting, Prof. Härle
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Schweitzer,
mein Name ist Ernst Kuppinger, bin 69 Jahre alt und ich leide seit über 20 Jahren an Morbus Bechterew, einer chronischen, entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die mein Leben erheblich beeinträchtigt. Trotz des täglichen Kampfes gegen Schmerzen und Einschränkungen stehe ich nicht allein. In Deutschland gibt es ca. 450.000 Betroffene. In meiner Funktion als Gruppensprecher der Morbus Bechterew DVMB-Selbsthilfegruppe Ludwigshafen im Landesverband Rheinland-Pfalz habe ich zahlreiche Morbus-Bechterew-Betroffene kennengelernt, die ähnliche Schicksale teilen.
Die Unterversorgung der Rheumapatienten in der Pfalz und Ludwigshafen beschleunigt sich besorgniserregend, nicht nur in unserer Region, auch in unseren anderen Landesteilen.
Jahrzehnte sind vergangen und die führenden Rheumatologen des Landes wiesen immer wieder auf die schlechte Versorgungslage hin. Prof. Schwarting ist dabei ein kompetenter Mediziner, der mit viel Engagement und Herzblut Projekte aller Art zur Verbesserung der Versorgung vorgeschlagen hatte. Prof. Härle (Mainz) und Prof. Bergner (Ludwigshafen) engagieren sich ebenfalls genauso unablässig mit Lösungsvorschlägen.
Die Wirksamkeit aller Maßnahmen scheitert wie so oft an verschiedensten Faktoren. Ein typisches Beispiel dafür ist die Situation im Klinikum Ludwigshafen. Mit Herrn Staatsminister Hoch bin ich seit längerer Zeit wegen des Rheumatologen Mangels(unter anderem im KLILU Ludwigshafen) im Austausch. Der letzte Schriftwechsel per Mail stammt vom 3. Februar. Am 7. Februar veröffentlichte die Reporterin der RHEINPFALZ Frau Briechle einen Artikel über das Ludwigshafener Klinikum mit dem Titel: „Wer rettet die Rheuma-Patienten?“.
Herrn Minister Clemens Hoch habe ich schon mehrmals über meine Sicht eines an Morbus Bechterew Erkrankten informiert und ich bin dankbar für die Antworten, die ich von Herrn Hoch erhielt.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Schweitzer,
wie ich im letzten Schreiben an Staatsminister Hoch schrieb, ist es mit dem Rheumatologen-Mangel zeitlich nicht 5 vor 12, sondern viertel nach 12.
Ich hoffe, mit meinen Worten endlich eine deutliche Veränderung der Versorgung für Rheuma-Patienten angestoßen zu haben, und ich appelliere an unsere nachrichtlich informierten politischen Entscheidungsträger, die Dringlichkeit der Lage zu erkennen und umgehend konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu ergreifen.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Bad Dürkheim
Ernst Kuppinger
Anlagen:
Hier finden Sie noch einige Links zu meinen Aktivitäten mit dem Thema Rheumatologen-Mangel
https://www.bechterew.de/ueber-uns/medien/morbus-bechterew-journal/berichte/ernst-kuppinger
https://www.bechterew.de/infothek/dvmb-aktiv/projekte/austauschtreffen-in-mainz