Unsere Arbeit
Die DVMB ist das größte Netzwerk von Morbus-Bechterew-Betroffenen in Deutschland. Sie bietet Betroffenen Hilfe, Beratung und Informationen zur Krankheitsbewältigung und schafft Angebote für Vernetzung und Austausch, damit sich Betroffene gegenseitig unterstützen können.
Seit mehr als 43 Jahren vertritt sie die Interessen von Betroffenen, setzt sich für eine Diagnosezeitverkürzung ein und klärt gemeinsam mit Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen über die Krankheit auf.
Die örtlichen Gruppen bilden das Herzstück der DVMB. Sie bieten neben der wichtigen Bewegungstherapie Informationsveranstaltungen und soziale Aktivitäten an. Bundesverband und Landesverbände der DVMB fördern den Austausch zwischen Politik, Krankenkassen und Mitgliedsverbänden der Selbsthilfe. Denn auch auf politischer Ebene muss die Arbeit der Selbsthilfe mehr Anerkennung finden.
Unterstützung und Vernetzung
Unsere örtlichen Gruppen bieten Unterstützung und Vernetzung und die spezifische Bewegungstherapie für Betroffene mit Morbus Bechterew. Zusätzlich organisieren sie auch kleinere und größere gemeinschaftliche Aktivitäten, die den Austausch und das Wir-Gefühl stärken. Einblick in die zahlreichen Aktivitäten unserer örtlichen Gruppen erhalten Sie unter: dvmb-aktiv/gruppenberichte
In den letzten Jahren sind aufgrund des demografischen Wandels viele Gruppensprecher:innen in den Ruhestand gegangen und so gibt es in vielen Regionen Orte, in denen wir neue Gruppen gründen möchten (Orte ohne Gruppen). Andere, noch aktive Gruppensprecher:innen würden gern den Staffelstab nach langjährigem Engagement in andere Hände übergeben.
Der Bundesverband unterstützt die Gruppeninitiierung durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und auch die Landesverbände engagieren sich für die Suche nach neuen Gruppensprecher:innen: mehr erfahren
„Ich möchte Morbus-Bechterew-Erkrankten raten, zu uns zu kommen, weil wir eine tolle Gemeinschaft sind.“
„Eine Gemeinschaft, die stärkt“Austauschtreffen
Gemeinsam mit den Landesverbänden organisiert der Bundesverband in verschiedenen Regionen Austausch-Treffen für aktive DVMB-Mitglieder oder welche, die es werden wollen. Drei große Austauschtreffen fanden bereits in Walsrode (Oktober 2023) und in Mainz (Juni 2024) statt. Im September haben wir das Barcamp in Dresden durchgeführt.
Die Vernetzungstreffen dienen dazu, die Partizipationsprozesse und Öffentlichkeitsarbeit in den ehrenamtlichen Strukturen unseres Verbandes zu professionalisieren.
Selbsthilfearbeit der DVMB stärken
„Ich gehe hierhin, weil ich es wichtig finde, sich mit anderen auszutauschen, Informationen mitzunehmen und etwas zu tun, damit es Menschen mit Morbus Bechterew besser geht ...“ – Einblicke in das Austausch-Treffen in Mainz
Frauennetzwerk
Frauen mit Morbus Bechterew haben spezifische Bedürfnisse und Herausforderungen, die es zu berücksichtigen gilt. Schwangerschaften und hormonelle Veränderungen können beispielsweise den Verlauf der Krankheit beeinflussen. Und auch individuell kann Morbus Bechterew sehr unterschiedlich verlaufen. Das FrauenNetzWerk (FNW) der DVMB hat die Betroffenen mit ihren persönlichen Fragen und Bedürfnissen im Blick, ebenso wie die frauenspezifischen Aspekte der Erkrankung.
Im Rahmen von Beratungen und Veranstaltungen vermittelt das FNW fachliches Wissen über die Erkrankung, aber auch praktische Kenntnisse. Neben dem fachlichen Austausch stärkt das FNW auch den persönlichen Austausch untereinander und bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Einblicke in das Frauennetzwerk der DVMB
„Es ist einfach ein tolles Miteinander der Damen des Frauennetzwerks. Wir haben interessante Workshops mit kompetenten Referentinnen ... – so geht Krankheitsbewältigung!“
Junge Bechterewler
Jeder mit Morbus Bechterew, ob Mann, Frau oder divers, ob alt oder jung, soll sich bei der DVMB gut aufgehoben fühlen. Deshalb ist auch das Netzwerk Junge Bechterewler Teil unserer Organisation.
Unser Stammtisch Junge Bechterewler findet immer am letzten Montag im Monat statt. Infos zur Teilnahme und weitere Veranstaltungen findest du in unserem Kalender.
Morbus Bechterew sichtbar machen
Immer noch vergehen im Durchschnitt bis zu fünf Jahre, bis Betroffene die Diagnose erhalten. Eine Zeit, in der irreversible Schäden insbesondere an der Wirbelsäule entstehen können. Eine wesentliche Aufgabe der DVMB ist es, über die Erkrankung aufzuklären und sie in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Denn eine breite Aufklärung hilft, die Diagnosezeit zu verkürzen.
Neben unserer Mitgliederzeitschrift, unserer Homepage und unseren Social-Media-Kanälen sind unsere Filme, Veranstaltungen sowie die zweimal jährlich stattfindenden Aktionstage zentrale Instrumente unserer Öffentlichkeitsarbeit.
Unsere Filme
In unseren Patientenfilmen erzählen Betroffene ihre Geschichte. Sie machen Mut für den Umgang mit der Erkrankung und zeigen, dass viele auch offen mit ihrer Krankheit umgehen. Antworten auf wichtige Fragen rund um Morbus Bechterew, wie zum Beispiel zu Symptomen, Diagnose, Therapien und Medikamenten, geben unsere Kurzvideos. Die Filme zur unseren Podiumsdiskussionen bieten Einblicke in das politische Engagement der DVMB und zeigen die Bedeutung, die Selbsthilfe und Selbstvertretung für eine bessere Gesundheitsversorgung spielen.
Betroffenen-Film von Johannes
Betroffenen-Film von Carolin
Betroffenen-Film von Leo
Heftige Rückenschmerzen – steckt dahinter Morbus Bechterew? DVMB-Film von Fernseharzt Dr. Wimmer
Unterstützung, die bewegt – DVMB-Spendenfilm mit Kabarettist und Schauspieler Chin Meyer
Aktionstage Kurze Nacht und Welt-Rheuma-Tag
Zweimal im Jahr initiiert die DVMB mit der „Kurzen Nacht des Bechterew“ (seit 2023) und den „Aktionstagen zum Welt-Rheuma-Tag“ (seit 2022) bundesweite Aktionen und rückt damit Krankheitsbild Morbus Bechterew stärker ins öffentliche Bewusstsein. Die bundesweiten Aktionstage ermöglichen dem Verband auch auf Bundesebene, die politischen Forderungen im Sinne der Betroffenen zu entwickeln und zu vertreten.
Arzt-Betroffenen-Seminar zum Welt-Morbus-Bechterew-Tag
Der Welt-Morbus-Bechterew-Tag, initiiert von der European Federation of National Associations of Patients with Ankylosing Spondylitis (EFNAP), zielt darauf ab, die Sichtbarkeit für Morbus Bechterew international zu erhöhen. Auch die DVMB hat den Tag genutzt, um mit ihrer Veranstaltung medizinische Informationen zur chronisch-entzündlichen Erkrankung zu verbreiten und die Erkrankung bekannter zu machen. Denn eine breite Aufklärung hilft, die Diagnosezeit zu verkürzen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse für ein besseres Leben
Bei unserem hybriden Arzt-Betroffenen-Seminar zum Welt-Morbus-Bechterew-Tag kamen über 250 Teilnehmende im Auditorium Berlin und Live-Stream zusammen, um die Vorträge der geladenen Experten zu aktuellen Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung rund um die Erkrankung Morbus Bechterew zu hören.
Fotos: Ralf Bauer
Wissen vermitteln und informieren
Eine kompetente Beratung und Informationen sind bei der Auseinandersetzung mit einer chronischen Erkrankung sehr wichtig. Die DVMB steht Menschen in jeder Phase der Erkrankung zur Seite – frisch Diagnostizierten genauso wie langjährig Betroffenen. Sie berät Betroffene zu allen Fragen, die nach einer Diagnose und im weiteren Verlauf der Erkrankung auf sie zukommen, und informiert sie über aktuelle Berichte und Studien aus Wissenschaft und Forschung zur Erkrankung. Über Seminare, etwa zu Rechtsfragen oder zur Ernährung, aber auch über eigene Broschüren und ihre Mitgliederzeitschrift, das Morbus-Bechterew-Journal, vermittelt sie aktuelle Informationen zur Erkrankung und für ihre Bewältigung im Alltag.
Unser Morbus-Bechterew-Journal präsentiert sich im neuen Design und mit frischen Inhalten. Mit neuen Redaktionsmitgliedern an Bord erscheint das Magazin weiterhin viermal im Jahr und informiert über aktuelle Erkenntnisse aus der Medizin und Fachwelt. Zudem gibt es einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der DVMB. Im kommenden Jahr wird es zusätzlich eine digitale Variante als App geben. Bleiben Sie gespannt!
Seminar Aktive Bewegungsformen im Sitzen – beweglich bleiben und Haltung bewahren
Seminar Bewegte Achtsamkeit erlernen bei Morbus Bechterew
Seminar Sanftes Rücken-Yoga für Anfänger:innen – Entspannung und Dehnung für den Rücken
Medizinisch-beruflichen Rehabilitation
Eine zentrale Aufgabe der DVMB ist es, Betroffene von Morbus Bechterew dabei zu unterstützen, einen selbstbestimmten Umgang mit ihrer Erkrankung zu finden – auch im beruflichen Alltag. Um die Bedürfnisse von Menschen mit axSpA/Morbus Bechterew in Bezug auf ihre berufliche Zukunft besser zu verstehen und gezielte Hilfestellungen zu entwickeln, führen wir derzeit eine Befragung durch. Diese richtet sich an alle Betroffenen und läuft noch bis zum 13. September 2024. Ihre Teilnahme ist von großer Bedeutung, damit die DVMB die Situation der Betroffenen weiter verbessern kann. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, um an der Befragung teilzunehmen: www.soscisurvey.de/ReMow/
Ein Blick in die Zukunft
Neben der Entwicklung einer neuen App für das digitale Morbus-Bechterew-Journal und der Erarbeitung einer Hilfestellungen zur beruflichen Rehabilitation im Rahmen des Projekts ReMov ist im Juli dieses Jahres „axSpA-Connect“ gestartet. Ziel dieses Projekts ist es, die digitale Selbsthilfe durch den Aufbau einer Vernetzungsplattform für Betroffene von Morbus Bechterew und deren Angehörige zu fördern. Die geplante Plattform soll die Reichweite der Selbsthilfekoordination vergrößern und umfangreiches Wissen über Morbus Bechterew vermitteln.
Projekt „axSpA-Connect“
Projekt „ReMove“
App Morbus-Bechterew-Journal